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20201117163103

Deutschland plant massive Corona-Beschränkungen für ganzen November

08:19
28.10.2020
Die deutsche Bundesregierung will die zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen mit massiven Einschränkungen in den Griff bekommen, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in die Video-Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder gehen wird.

Die Maßnahmen sollen ab dem 4. November für den ganzen Monat gelten. Laut der Bloomberg vorliegenden Vorlage sollen sie es ermöglichen, dass sich Familien und Freunde "auch unter Corona-Bedingungen in der Weihnachtszeit treffen können". Geplant ist demnach unter anderem, dass Treffen nur noch mit Angehörigen eines Haushaltes und eines weiteren erlaubt sind. Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen seien "inakzeptabel".

Theater, Kinos, Clubs, Sporteinrichtungen sollen schließen. Restaurants dürfen den Plänen zufolge Speisen nur noch außer Haus verkaufen. Und die Bürger sollen auf private Reisen und Verwandtenbesuche im November verzichten. Demgegenüber sollen Unternehmen unter strengeren Hygieneregeln offen bleiben, wo umsetzbar soll Heimarbeit ermöglicht werden. Vor diesem Hintergrund sollen die Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängert werden.

Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben. Und auch der Einzelhandel soll unter strengeren Hygieneauflagen weiterhin offen bleiben. Das gleiche gilt für Friseursalons.

Bloomberg

Dr. Schummer: Krankenhauspersonal an Grenze der Belastbarkeit

07:46
28.10.2020
Dr. Claude Schummer, Generaldirektor der Hôpitaux Robert Schuman, äußerte sich am Mittwochmorgen im RTL-Interview zu der Situation in Luxemburgs Krankenhäusern: "Momentan sind die Zahlen hoch, wie es aussieht, wird es in den nächsten Wochen eng werden", so Schummer über den Anstieg der Hospitalisierungen in Luxemburg. 

Auf die erste Welle im März und April habe die Regierung relativ schnell mit einem Lockdown reagiert, daher habe man gewusst, dass die Belastung der Krankenhäuser zeitlich begrenzt sein würde. Dies sei jetzt jedoch anders. "Wir wissen jetzt noch nicht, wie es im Dezember, oder im Januar aussehen wird", so Schummer. 

Die größte Herausforderung werde nicht in der Versorgung der Covid-Patienten liegen, sondern im Aufrechterhalten der Versorgung der Patienten, die nicht an Covid-19 erkrankt sind. Wichtige Behandlungen, wie Beispielsweise die von Krebspatienten, werde weiterhin garantiert, doch andere, nicht- essenzielle Eingriffe werde man um etwa 50 Prozent zurückfahren müssen. 

Auch Personalsorgen beschäftigen derzeit Luxemburgs Krankenhäuser. Man habe die Anweisung bekommen, wenn möglich auf Rekrutierungen aus dem Ausland zu verzichten und vor allem das bestehende Personal so einzusetzen, dass man mit dem größeren Andrang zurechtkommt. Doch das medizinische Personal käme bereits jetzt an die Grenzen der Belastbarkeit: "Während der ersten Welle waren das Personal noch extrem motiviert, doch mittlerweile setzt die Müdigkeit ein", so Schummer. 

Aus Belgien kam am Dienstag die Nachricht, dass asymptomatisches, aber positiv getestetes Personal weiter in den Krankenhäusern arbeitet - und das sei auch in Luxemburg nicht undenkbar. Ließe man diese Menschen weiterarbeiten, könnte der Personalausfall um etwa 50 Prozent reduziert werden, so Schummer.

Sarah Cames