Letztes Update:
20201117163103

Papst sagt wegen Corona Weihnachtsfeierlichkeiten ab

13:39
27.10.2020
Wegen der Corona-Pandemie feiert Papst Franziskus die traditionelle Christmette in privater Form. Das geht aus einer Verbalnote hervor, die vom vatikanischen Staatssekretariat an die Botschafter beim Heiligen Stuhl versendet wurde. Inwiefern überhaupt Gläubige an dem Gottesdienst zu Heiligabend teilnehmen können, war vom Büro für die päpstlichen Zeremonien und beim vatikanischen Presseamt am Dienstag zunächst nicht zu erfahren.

Bereits zu Ostern hatte der Papst angesichts der Corona-Krise die sonst von Zehntausenden besuchten Gottesdienste nur mit wenigen Geistlichen, Ordensfrauen und Vatikanmitarbeitern gefeiert. Den Segen "Urbi et orbi" erteilte Franziskus im leeren Petersdom. Üblicherweise hält der Papst auch am Weihnachtstag eine Ansprache von der Mittelloggia des Petersdoms und spendet den Segen "für die Stadt und den Erdkreis".

KNA

Krise des Handwerks schlimmer als erwartet

13:31
27.10.2020
Nachdem der Aktivitätsindikator für den Sektor bereits im zweiten Quartal um 24 Punkte gefallen war, fiel er im dritten Quartal erneut um acht Punkte. Diese Entwicklung sei noch schlimmer als von den Geschäftsführern in einer Umfrage im Juni prognostiziert worden war, so ein Bericht der Handwerkskammer zur Situation des Handwerks in der Corona-Krise

Sarah Cames

Belgien: Ärzte und Krankenpfleger arbeiten trotz Corona-Infektion

13:30
27.10.2020
Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken der belgischen Provinz Lüttich sind nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Infektion mit dem Corona-Virus im Dienst. „Wir müssen wählen zwischen einer schlechten und einer sehr schlechten Lösung“, sagte Philippe Devos vom belgischen Verband der medizinischen Gewerkschaften am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die sehr schlechte Lösung sei, Patienten gar nicht zu behandeln.  Belgien ist nach Angaben der EU-Seuchenbehörde ECDC EU-weit das Land mit den meisten Corona-Infektionen binnen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner - dieser Wert lag am Dienstag bei 1390,9.

Devos selbst leitet die Intensivstation in einer Klinik in Lüttich im französischsprachigen Teil des Landes. Die Ärzte und Krankenpfleger, die trotz Corona-Infektion arbeiteten, seien symptomfrei, sagte er. In den Krankenhäusern der Region seien sicher mehr als 100 infizierte Pfleger im Dienst. Devos betonte, dass sie ausschließlich infizierte Patienten versorgen. Zudem trügen sie die besten zur Verfügung stehenden Masken. Für sie gebe es einen gesonderten Raum zum Essen. Alle Bedingungen seien so, dass das Risiko einer Ansteckung sehr gering sei.

Über die Situation in den Krankenhäusern der Provinz Lüttich sagte Devos: „Wir haben keinen Platz mehr auf den Intensivstationen, wir haben keinen Platz mehr außerhalb der Intensivstationen.“ Patienten, die in die Notaufnahme kämen, würden stabilisiert und dann in Krankenhäuser in Flandern gebracht. So werde man vorgehen, bis alle Krankenhausbetten in Belgien belegt seien. Dann werde man die Qualität der Versorgung herunterfahren - und beispielsweise weniger Pfleger pro Patient einsetzen. 

Sarah Cames