Letztes Update:
20201117163103

Deutschland: 781 registrierte Neuinfektionen

10:05
25.07.2020
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 781 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 204.964 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen meldete (Datenstand 25.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9118 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von sieben im Vergleich zum Vortag. Bis Samstagmorgen hatten 189.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 24.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,08 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt.

dpa

Grenzregion: Diskussion um "Homeoffice-Pauschale"

09:33
25.07.2020
Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) hat vorgeschlagen, Beschäftigte im Homeoffice steuerlich zu entlasten - das saarländische Finanzministerium hält eine fachliche Diskussion darüber für sinnvoll. „Hierbei sollte ebenfalls berücksichtigt werden, dass Arbeitnehmer während der Homeoffice-Tätigkeit neben zusätzlichen Belastungen andererseits auch Entlastungen durch den Wegfall des Weges zur Arbeit erhalten“, erinnerte ein Behördensprecher in Saarbrücken.

„Wegen der Corona-Pandemie müssen viele Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeiten“, teilte das saarländische Finanzministerium mit. Sei kein Arbeitszimmer vorhanden, werde auf eine Arbeitsecke oder Wohnräume zurückgegriffen, die nicht die Voraussetzungen eines Arbeitszimmers erfüllten. „Die Kosten für Strom, Internet und Heizung können mangels Abgrenzbarkeit steuerlich bislang nicht berücksichtigt werden. Unbestritten ist aber, dass Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen vorliegen, die den grundsätzlichen Werbungskostenbegriff erfüllen“, sagte der Sprecher.

Die Forderung nach einer steuerlichen Entlastung wird im rheinland-pfälzischen Finanzministerium nicht unterstützt. „Dem Vorschlag aus Hessen stehen wir skeptisch gegenüber“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Mainz.

Boddenberg hatte angeregt, dass Arbeitnehmer ihre Kosten über eine einfache Pauschale steuerlich geltend machen können. Für jeden vollen Arbeitstag in den heimischen vier Wänden sollten 5 Euro als Werbungskosten absetzbar sein, mit einer Jahresobergrenze von 600 Euro. Steuergesetze liegen in der Zuständigkeit des Bundes - dort ist eine Entlastung für Beschäftigte im Homeoffice derzeit nicht geplant.

dpa