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Berg an Sperrmüll wächst in der Corona-Krise

12:32
03.08.2020
Durch die Corona-Krise ist der Berg an Sperrmüll in Baden-Württemberg nach Ansicht von Umweltminister Franz Untersteller spürbar größer geworden. «Die Menschen waren häufiger zu Hause. Diese Zeit haben viele genutzt, um ihren Keller mal ordentlich auszuräumen», sagte der Grünen-Politiker am Montag in Stuttgart. Er rechne mit zehn bis 15 Prozent mehr Sperrmüll in den ersten sechs Monaten des Jahres. Allerdings werde sich dieser Trend nicht fortsetzen oder der Müllberg insgesamt deutlich wachsen. «Die Restaurants und Geschäfte hatten geschlossen, die Industrie ist heruntergefahren worden. Das wird die Zahlen ausgleichen», sagte Untersteller bei der Vorlage der Abfallbilanz 2019.

Sorgen macht dem Minister vor allem der Umgang der Baden-Württemberger und auch ihrer Stadt- und Kreispolitiker mit der Biotonne. Im vergangenen Jahr wurde diese in 37 der 44 Stadt- und Landkreise angeboten. Das angestrebte Ziel von 60 Kilogramm Biomüll pro Kopf werde im laufenden Jahr nicht erreicht, im vergangenen Jahr lag der Wert bei 51 Kilo. «Noch immer wird zu viel über die Restmülltonne entsorgt», sagte Untersteller.

(dpa/lsw)

Südwest-Industrie trotzt der Corona-Krise

11:21
03.08.2020
Die Corona-Pandemie hat für Rückschläge gesorgt, doch die Südwest-Industrie holt auf - das ist die positive Einschätzung der Experten beim Statistischen Landesamt. Zwar lägen die Aufträge, die Produktion und die Umsätze im Juni noch deutlich unter dem Wert von Juni 2019, aber die Aufholungsjagd setze sich fort, teilte die Behörde am Montag in Stuttgart mit.

So lägen die Auftragseingänge im Juni 2020 nur um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. «Die konjunkturell vorlaufende Auftragslage hat sich damit wieder deutlich dem Vorjahresniveau angenähert», sagen die Statistiker. Im Vergleich zum Vormonat Mai seien die Aufträge um 21,1 Prozent gestiegen. Vor allem die Inlandsbestellungen hätten zugelegt.

Das wirkt sich auch auf die Mitarbeiterzahlen aus: Die Industriebetriebe im Südwesten beschäftigten im Juni rund 1,17 Millionen Menschen und damit 34 000 weniger als im Juni des Vorjahres. Das entspricht einem Minus von 2,8 Prozent. Der Rückgang der Beschäftigtenzahlen von Mai bis Juni betrug jedoch nur 0,3 Prozent. «Damit hat sich der bereits vor dem nationalen Shutdown eingeleitete moderate Beschäftigungsabbau nochmals leicht abgeschwächt», hieß es beim Statistischen Landesamt. Im Vergleich zum Juni 2019 betrug das Minus bei den Beschäftigtenzahlen 1,8 Prozent und fiel damit entgegen vieler Befürchtungen eher gering aus.

Auch die Umsatzzahlen lassen hoffen: Im Juni 2020 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen Umsatz von knapp 26 Milliarden Euro. Im Vergleich zum - allerdings ungewöhnlich schwachen - Juni des Vorjahres bedeute dies ein Umsatzminus von einer Milliarde oder 3,6 Prozent.

(dpa/lsw)

Abiturienten mit guten Noten auch in Corona-Zeiten

10:02
03.08.2020
Die Abiturienten im Südwesten haben nach Angaben des Kultusministeriums auch unter den besonderen Corona-Bedingungen gute Ergebnisse erzielt. Nach einer vorläufigen, repräsentativen Stichprobe des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg an den öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien haben die Absolventen einen Notendurchschnitt von 2,31 erzielt, wie das Ministerium am Montag in Stuttgart mitteilte. Dies sei ein guter Schnitt, der sich im Rahmen der vergangenen Jahre bewege und das Resultat von 2019 (2,36) sogar leicht übertreffe.

Die Entscheidung, das Abitur trotz Corona durchzuführen, sei richtig gewesen. «Die Abiturientinnen und Abiturienten können stolz auf sich sein, dass sie ein faires, aber dennoch anspruchsvolles Abitur mit so guten Ergebnissen abgelegt haben», sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) laut Mitteilung.

Vor den Prüfungen hatte es eine Debatte darüber gegeben, ob die Abiturprüfungen wegen Corona und einer möglichen Gefahr für die Gesundheit der Schüler abgesagt werden sollen. Schülersprecher beispielsweise hatten gefordert, die Abschlussnoten aus den vor Beginn der Pandemie erbrachten Leistungen zu bilden. Das Kultusministerium lehnte dies ab.

(dpa/lsw)

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