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Noch keine Entscheidung zu Reisebeschränkung für Urlauber aus Bayern

12:33
28.07.2020
Der Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat bislang noch keine Folgen für die Reisemöglichkeiten der Bewohner aus der betroffenen Region nach Baden-Württemberg. Im Gegensatz zu mehreren anderen Bundesländern sei über Einschränkungen für Menschen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau noch nicht entschieden worden, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. «Das müssen wir erst nochmal sorgfältig besprechen», sagte der Regierungschef.

An weite Teile der deutschen Küste und nach Rheinland-Pfalz dürfen Urlauber aus dem bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau dagegen nur noch mit Einschränkungen reisen. Einreisende nach Mecklenburg-Vorpommern brauchen seit Dienstag einen negativen Coronatest. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein, wie eine Sprecherin des zuständigen Landesamtes sagte.

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Dingolfing-Landau bei 191. Sie ist damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50.

(dpa/lsw)

Löwe Schmid über Corona-Pause: «Menschheit ist sehr verwundbar»

12:10
28.07.2020
Rückraum-Ass Andy Schmid ist froh darüber, dass Handball-Bundesligist Rhein-Neckar Löwen nach monatelanger Corona-Pause wieder den Trainingsbetrieb aufgenommen hat. «Wir setzen durch den Sport auch ein Zeichen, dass es weitergeht. Man hat gesehen, dass die Menschheit sehr verwundbar ist. Deswegen ist es keine Selbstverständlichkeit, dass wir wieder unseren Sport, unseren Beruf ausüben dürfen», sagte der 36 Jahre alte Schweizer der «Rheinpfalz»: «Wir sind froh, dass wir wieder zurück sind.»

Die Löwen bereiten sich seit gut einer Woche auf die kommende Bundesliga-Saison vor, die am 1. Oktober beginnen soll. «Wir machen uns auf eine sehr enge Taktung gefasst. Dazu sind wir bereit», sagte Schmid: «Wir freuen uns, dass wir wieder spielen dürfen. Wir reden nicht darüber, wie viel wir spielen. Wir wollen einfach spielen.»

(dpa/lsw)

Lange Sätze und Wortungetüme - schlechte Noten für Politik-Infos

11:54
28.07.2020
Mit langen Sätzen, Wortungetümen und Fachbegriffen erschweren Politiker nach einer Studie der Stuttgarter Universität Hohenheim das Verständnis von Informationen rund um die Corona-Pandemie. Details zum Coronavirus und zu den Auflagen sollten besonders verständlich sein, sagte der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider von der Universität in Stuttgart am Dienstag. «Sie sind es aber nicht.» Dabei suchten Menschen in Krisenzeiten Informationen und Orientierung. «Regierungen sollten beides liefern. Und zwar in einer auch für Laien verständlichen Form», sagte der Fachmann.

Gemeinsam mit österreichischen Beratern hatten Experten aus Hohenheim mehr als 500 Pressemitteilungen und mehr als 3500 Antworten der Bundes- und Landesregierungen aus den Monaten März und April analysiert. Sie wurden dabei unterstützt von einem Computer-Programm, mit dem sie unter anderem nach überlangen Sätzen, Fachbegriffen und zusammengesetzten Wörtern suchten.

«Die Pressemitteilungen der deutschen Bundesministerien sind im Schnitt relativ unverständlich», heißt es in der Auswertung unter anderem. Es werde den Lesern schwer gemacht, die Informationen aufzunehmen. «Schachtelsätze mit 40 bis 50 Wörtern sind keine Seltenheit», sagte Kerstin Keller von der Universität Hohenheim. «Dabei gilt: ein Gedanke, ein Satz». Oft fänden sich aber vier oder fünf Gedanken in einem Satz. Störend seien auch Fremd- und Fachwörter wie «Corona Matching Fazilität» sowie Wortzusammensetzungen wie «Allgemeinverbindlicherklärungen» und «Betriebstättenbegründungsfristen».

Baden-Württembergs Landesregierung kommt übrigens im Ländervergleich eher schlecht weg: In Kategorien wie Satzlänge, Wörterzahl, Schachtel- und Passivsätze landen die Beiträge der Stuttgarter Politiker in Frage-Antwort-Bögen auf den hinteren Plätzen.

(dpa/lsw)

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