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Scholz berät mit EU-Ministern die Folgen der Corona-Krise

03:58
10.07.2020
Bundesfinanzminister Olaf Scholz leitet am Freitag erstmals seit Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft ein Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister. In einer Videokonferenz beraten sie die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und die bisher beschlossenen Gegenmaßnahmen. Dazu gehört das im April verabredete Paket mit Kredithilfen im Umfang von 540 Milliarden Euro. Ein Teil ist bereits verfügbar, doch wurde bisher noch nichts abgerufen.

(dpa)

48 neue Corona-Infektionen im Südwesten

17:38
09.07.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 36 000 gestiegen. Das waren 48 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 33 624 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Corona-Toten gab die Behörde mit 1837 an. Derzeit seien geschätzt noch 539 Menschen im Land mit dem Virus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,88 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

(dpa/lsw)

Wacken-Festival Ende Juli als Livestream

12:58
09.07.2020
Als Ersatz für das coronabedingt in diesem Sommer abgesagte Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken planen die Veranstalter ein Online-Event. «Das gesamte Team hat in den letzten Wochen und Monaten mit viel Ehrgeiz und Motivation an der Umsetzung des neuen Konzepts zu Wacken World Wide gearbeitet, um ein beispielloses Gesamtpaket auf die Beine zu stellen», sagte Festival-Mitbegründer Thomas Jensen am Donnerstag. Das Digitalfestival findet demnach vom 29. Juli bis 1. August statt. Es soll dann kostenlos auf der Webseite wacken-world-wide.com sowie bei MagentaMusik 360 und auf MagentaTV zu sehen sein. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Die Veranstalter hatten das nach ihren Angaben größte Heavy-Metal-Festival der Welt mit 75 000 Besuchern aus mehr als 80 Nationen wegen der Corona-Krise Mitte April abgesagt. Nun sind Konzerte unter anderem von Blind Guardian, Heaven Shall Burn, In Extremo, Kreator und Beyond The Black geplant.

«Nach der pandemiebedingten Absage der diesjährigen Festivalsaison ist das neue Format ein Lichtblick, der uns erlaubt, gemeinsam mit unseren treuen Fans, Partnern und Künstlern in noch nie dagewesener Form zu feiern», sagte Festival-Mitbegründer Holger Hübner.

Nach Veranstalterangaben werden die Musiker bei dem Festival live spielen. Sie sollen damit in Echtzeit mit präzisem Kamera-Tracking abgefilmt und direkt in ein virtuelles Set integriert werden. Die Fans sollen dabei nicht nur Zuschauer sein, sondern sollen durch Mitmachprogramme und Interaktionen eingebunden werden.

(dpa)

Corona-Bürgschaften für kleine Südwestunternehmen kommen

10:14
09.07.2020
Vom kommenden Mittwoch an können Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten sowie Soloselbstständige Sofortbürgschaften des Landes beantragen, um die Corona-Krise zu bewältigen. Das hat der Wirtschaftsausschuss im Landtag beschlossen, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. «Die Corona-Krise hat teilweise verheerende Folgen für die Unternehmen im Land. Insbesondere die kleinen Betriebe sind sehr stark beeinträchtigt und durch fehlende Liquidität in ihrer Existenz bedroht», begründete Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) die Maßnahme.

Das Land ergänzt mit den Sofortbürgschaften die Bundeshilfen, die nur für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten in Frage kommen. Betroffene Unternehmen können die Sofortbürgschaft laut Wirtschaftsministerium auf zwei Wegen beantragen. Der erste Weg richtet sich an Unternehmen und Selbstständige, die bisher keine Hausbank haben. Über das Portal www.ermoeglicher.de können sie bei positiver Prüfung ihres Antrags eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250 000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten; dieser wird dann an ein Kreditinstitut nach Wahl weitergeleitet.

«Damit haben Unternehmen, die noch nicht über eine eigene Hausbank verfügen, die Möglichkeit, ihre Anfrage online und bankenunabhängig zu stellen», sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut. Zudem bestehe die Option, die Bürgschaft auf 100 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus ist auch der Antrag über das klassische Hausbankverfahren möglich: Hier beantragt die Hausbank der Firma eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125 000 Euro.

Hintergrund der Maßnahme ist, dass Kleinstunternehmen und Soloselbstständige oft keine regulären Kredite aufnehmen können, weil der Bank die Sicherheiten fehlen. Bürgt das Land, steht es also mit im Risiko, dann kommen auch für sie Kredite in Frage.

(dpa/lsw)

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