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20201019123113

Leopoldina empfiehlt einheitliche Regeln für Corona-Herbst

08:22
23.09.2020
Knapp eine Woche vor den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit Blick auf den Corona-Herbst einheitlichere Regeln in Deutschland angemahnt. «Um der Gefahr einer auch in Deutschland wieder schwerer zu kontrollierenden Entwicklung der Pandemie rechtzeitig zu begegnen, ist es dringend notwendig, dass sich die Verantwortlichen in Bund und Ländern rasch auf bundesweit verbindliche, wirksame und einheitliche Regeln für das Inkrafttreten von Vorsorgemaßnahmen einigen und diese konsequenter als bisher um- und durchsetzen», heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme der Akademie.

Die Wissenschaftler haben seit Beginn der Pandemie mehrfach in Stellungnahmen Politikempfehlungen abgegeben, die dann auch in die aktuellen Beratungen eingeflossen sind. Merkel und die Länderchefs wollen am kommenden Dienstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen sprechen. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen in Europa und auch in Deutschland und Befürchtungen über eine Verschärfung der Lage im Herbst und Winter.

«Mit Blick auf eine mögliche angespannte Situation im Herbst und Winter sollten bundesweit einheitliche Regeln und Eskalationsstufen für Schutzmaßnahmen definiert werden, die je nach regionalem Infektionsgeschehen greifen», empfehlen die Leopoldina-Experten.

(dpa)

Maskenpflicht in Restaurants jetzt teilweise auch für Gäste

08:18
23.09.2020
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Landesregierung die Maskenpflicht in Gaststätten verschärft. Wer in Restaurants nicht auf einem Platz sitzt, sondern etwa zu einem Tisch oder zur Toilette geht, muss ab 30. September einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt dann auch in Freizeitparks und Vergnügungsstätten in geschlossenen Räumen und in Wartebereichen. «Es gibt ein Zutritts- und Teilnahmeverbot bei Verstoß gegen die Maskenpflicht», teilte die Landesregierung am Dienstagabend in Stuttgart mit. Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bleiben untersagt.

(dpa/lsw)

Intendant Beck für einheitliche Corona-Regeln an Theatern

07:32
23.09.2020
Der Intendant am Bayerischen Staatsschauspiel, Andreas Beck, mahnt bundesweit einheitliche und gelockerte Corona-Regeln an Theatern an. «Unsere Belüftungssysteme sind besser als die in den Bahnen und Bussen. Warum hat die Kunst die härtesten Auflagen?», sagte Beck der Münchner «Abendzeitung» (Mittwoch). «Wir sind alle bestrebt, vom 1,5-Meter-Sicherheitsabstand zumindest auf einen 1-Meter-Abstand zu kommen. Es ist ja von Bundesland zu Bundesland verschieden.» Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) müsse hier handeln. «Das kann doch nicht wahr sein, dass jedes Bundesland unter anderen Bedingungen Theater machen soll. In der Bundesliga geht es ja auch anders.»

Er wünsche sich eine Regelsammlung, «in der die Bestimmungen, unter denen wir spielen dürfen, für alle einheitlich festgehalten werden und jedes Haus danach eigenverantwortlich Theater macht. Mit der starken Hoffnung, dass wir dann nicht mehr nur vor einem viertelgefüllten Saal spielen.»

Nach der ersten schwierigen Phase mit geschlossenen Häusern stehe nun die nächste schwierige Phase bevor, «denn wir sollen und wollen wieder spielen, können derzeit aber im besten Falle nur mit einem Viertel der Einnahmen rechnen».

(dpa)

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