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Städtetag pocht auf Ausgleich zusätzlicher Zensus-Kosten

09:41
13.09.2020
Die Kommunen wollen nicht auf den zusätzlichen Kosten für die Vorbereitung des coronabedingt verschobenen Zensus sitzen bleiben. «Das Land muss diese Ausgaben erstatten und sich das Geld dafür beim Bund holen», forderte Städtetagsdezernent Norbert Brugger. Die Bundesregierung will die für 2021 geplante Erhebung wegen der Pandemie in das Jahr 2022 verlegen und hat ein entsprechendes Gesetz in den Bundestag eingebracht. Neuer Stichtag soll der 15. Mai 2022 statt des 16. Mai 2021 sein. Die Verschiebung verursacht laut Städtetag beim Bund Mehrausgaben von 62,9 Millionen Euro und bei den Ländern von 87,6 Millionen Euro. Zum Teil hätten Gemeinden bereits in Personal und Räume für Erhebungsstellen investiert. Nach Angaben von Brugger will der Kommunalverband deshalb Gespräche mit dem Land führen.

Das für die Ausführung des Zensus verantwortliche Statistische Landesamt hat nach Angaben seiner Präsidentin Carmina Brenner die Kommunen und kommunalen Landesverbände frühzeitig über die voraussichtliche Verschiebung informiert. Dabei seien sie darauf hingewiesen worden, keinerlei finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten für die Erhebung 2021 einzugehen. Brugger bestätigte dies, aber zum Zeitpunkt des Aufrufs hätten Kommunen bereits Geld für die Vorbereitung ausgegeben. Brenner sagte, frühestens im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens zur Verschiebung könnten Aussagen über Mehrkosten getroffen werden.

(dpa/lsw)

Nach Mannheimer Corona-Fällen: Pokalspiel gegen Freiburg findet statt

07:24
13.09.2020
Das DFB-Pokal-Spiel zwischen dem Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim und dem Bundesligisten SC Freiburg kann wie geplant an diesem Sonntag (18.30 Uhr) angepfiffen werden. Das Mannheimer Gesundheitsamt gab am Samstagabend grünes Licht für die Partie, nachdem Waldhof zuvor zwei Corona-Fälle vermeldet hatte. Nach dpa-Informationen wurden ein Spieler sowie ein Mitarbeiter des Betreuerstabs positiv getestet.

«Inzwischen konnten die engen Kontaktpersonen ermittelt werden, für drei Personen – außer den beiden positiv Getesteten - wurde eine 14-tägige Quarantäne angeordnet», teilte die Stadt mit. «Für die weiteren Spieler besteht derzeit aus medizinischer Sicht aufgrund der Ermittlungen des Gesundheitsamtes keine erhöhte Infektionsgefahr.» Dem Pokalspiel stehe «damit aus Sicht des Gesundheitsamtes nichts entgegen».

Die Behörde hatte zuvor zunächst für die gesamte Mannschaft, das Trainerteam und einige Mitarbeiter bis auf Weiteres eine häusliche Quarantäne angeordnet. Nach enger Abstimmung des Clubs mit der Behörde sowie dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) fiel schließlich die Entscheidung.

(dpa)

Südwesten verzeichnet 167 neue Corona-Infektionen

15:55
12.09.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Baden-Württemberg auf mindestens 45 063 gestiegen. Das sind 167 Personen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Samstag (Stand: 16.00 Uhr) hervorgeht. Als genesen gelten 39 518 Menschen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus lag weiterhin bei 1867. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 1,07 angegeben. Der Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

(dpa/lsw)

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