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Stuttgarter Vesperkirche zeigt in Corona-Zeiten Flagge

08:56
12.09.2020
 Arme Menschen in Stuttgart müssen auch in Corona-Zeiten nicht auf ein warmes Essen der Vesperkirche verzichten. «Wir gehen an den Start, aber in reduzierter Form», sagte die verantwortliche Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Nach bisheriger Planung wird die Leonhardskirche, Urmutter der Vesperkirchen im Land, vom 17. Januar bis 6. März wegen der Corona-Abstandsregeln nur 240 Menschen täglich die Tür öffnen. Sonst sind es rund 600.

Sie sollen in vier Tranchen von jeweils 60 Männern und Frauen in dem Gotteshaus frühstücken oder mittagessen können. Jeder soll eine Stunde verweilen können, zwischendrin wird gelüftet und desinfiziert. «Das ist besser als gar nichts», betonte Ehrmann. Die 1995 erstmals ausgerichtete Vesperkirche ist die älteste im Land und dauert auch mit sieben Wochen am längsten.

Andere Gemeinden seien aus Platzmangel gezwungen, die Vesperkirche ausfallen zu lassen oder ganz auf Lunchpakete umzustellen, sagte Ehrmann. Nur drei oder vier der über 30 evangelischen Vesperkirchen im Land planten nach derzeitigem Stand, Aufenthaltsmöglichkeiten anzubieten.

(dpa/lsw)

Rund 1200 Corona-Infizierte unter Reiserückkehrern in Teststellen

19:28
11.09.2020
An den Teststellen im Land wurden rund 1200 Coronavirus-Infektionen unter Reiserückkehrern entdeckt. Dem Sozialministerium zufolge haben sich mehr als 140 000 Menschen an den Flughäfen Stuttgart, Baden-Baden und Friedrichshafen, am Hauptbahnhof Stuttgart sowie an den Autobahn-Parkplätzen Neuenburg (A5) und Kemmental (A8) Speichelproben entnehmen lassen, wie die «Stuttgarter Nachrichten» und «Stuttgarter Zeitung» (Samstag) berichten. Die meisten Infizierten waren demnach auf der Rückreise aus dem Kosovo, aus Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Spanien oder der Türkei.

Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) nannte das kostenlose Testangebot während der Sommerferienzeit trotz der geringen Aufdeckungsquote von weniger als einem Prozent «gut und richtig». Es sei gelungen, «vor allem bei Reiserückkehrern aus Risikoländern positive Befunde frühzeitig zu erkennen», sagte er den Blättern. Künftig müssten die Mittel aber wieder für besonders gefährdete Personen eingesetzt werden, zum Beispiel in Pflegeheimen.

(dpa/lsw)

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