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1484 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

04:40
11.09.2020
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1484 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 256 850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 11.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9342. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 230 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50 000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 0,9 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 0,95). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

(dpa)

Corona-Hilfen für Privatradios starten

04:38
11.09.2020
Die angekündigten staatlichen Corona-Hilfen für Privatradios in Deutschland sollen rasch ausgezahlt werden. Das teilte das Haus der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), der Deutschen Presse-Agentur mit. In der Krise kämpfen Medienhäuser mit ausbleibenden Werbeerlösen - private Hörfunkveranstalter sind davon teils stark betroffen gewesen. Werbung ist eine wichtige Ertragssäule.

Im Juni hatte der Bund ein Hilfspaket - es nennt sich «Neustart Kultur» - in Höhe von rund einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht. Dazu zählt auch die Unterstützung der privaten Hörfunkveranstalter mit bis zu 20 Millionen Euro.

Grütters sagte der dpa anlässlich des Starts der Hilfen für die privaten Radioanbieter: «Die zahlreichen lokalen und regionalen, aber auch die überregionalen Anbieter privaten Hörfunks, die sich nahezu ausschließlich über Werbeeinnahmen finanzieren, haben den gesamtwirtschaftlichen Einbruch ja deutlich zu spüren bekommen.» Kleine lokale Anbieter etwa sahen sich demnach mit Umsatzrückgängen von bis zu 90 Prozent konfrontiert. In Deutschland gibt es nach Verbandszahlen rund 270 private Radiosender, darunter etwa 160 Lokalradios.

So soll das Ganze ablaufen: Zeitlich begrenzt, bedarfsorientiert und anteilig in Höhe von maximal 50 Prozent werden bestimmte Verbreitungskosten - insbesondere DAB+ und UKW - vom Bund bezuschusst. «Um so die Hörfunkveranstalter unter Wahrung ihrer Programmfreiheit - das ist wichtig - zu entlasten», betonte Grütters.

Nach Angaben des Hauses der Staatsministerin wurden die Einzelheiten der Förderung zwischen Bund und Ländern - Medien sind weitgehend Ländersache in Deutschland - jüngst verbindlich geregelt. Antragsverfahren laufen bei Landesmedienanstalten demnach bereits an und die Bundesmittel sollen innerhalb des Jahres 2020 ausgezahlt werden.

(dpa)

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