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Ba-Wü: Schärfere Corona-Auflagen für Erntehelfer beschlossen - Maskenpflicht

14:55
03.09.2020
Die Ernte im Südwesten wird in diesem Jahr unter noch strengeren Bedingungen als erwartet stattfinden. Nach zahlreichen Corona-Ausbrüchen bei Erntehelfern im Sommer hat die Landesregierung nach Angaben von Donnerstag eine spezielle Verordnung für die Saisonarbeit beschlossen. Demnach muss in den Betriebsstätten nun grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, außerdem müssen sich Erntehelfer vor Beginn des Saisoneinsatzes testen lassen. Ein weiterer Test nach sieben Tagen wird empfohlen. Daten vor allem von den Arbeitszeiten, Einsatzorten und Arbeitsgruppen müssen laut Verordnung künftig erhoben und gespeichert werden.

Die neuen Auflagen orientierten sich an der bestehenden Verordnung für die Schlachtbetriebe, teilte das Sozialministerium mit. Die Landwirte hatten bereits unter den bisher gültigen Einschränkungen die Sorge, der hohe Aufwand durch die Corona-Krise könne die Ernte gefährden. Unter anderem gelten einige Regionen in Rumänien und Bulgarien derzeit als Risikogebiete. Es sei daher noch nicht sicher, ob die Saisonkräfte einreisen könnten. Nach Angaben des baden-württembergischen Landesbauernverbandes werden zur Apfelernte allein am Bodensee rund 8000 Erntehelfer erwartet.

(dpa/lsw)

Baden-Württembergs Sportministerin für einheitliche Fan-Regelung

14:17
03.09.2020
In der Debatte um eine Teil-Rückkehr der Fans in die Stadien der Fußball-Bundesliga wirbt Baden-Württembergs Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU) für eine bundesweit einheitliche Regelung. «Ich finde es schwierig, wenn der eine Club Unterstützung hat und der andere nicht. Das ist auch eine Frage des Wettbewerbs», sagte Eisenmann im Radioprogramm SWR Aktuell und kündigte ein einheitliches Vorgehen für Baden-Württemberg an.

Ihr sei es ein wichtiges Anliegen, auch die deutlich mehr von Zuschauereinnahmen abhängigen Sportarten zu berücksichtigen und den Blick nicht nur auf den Fußball zu richten, sagte Eisenmann. Generell steht sie angesichts steigender Infektionszahlen einer Wiederzulassung der Zuschauer skeptisch gegenüber.

Nachdem die Politik in der Vorwoche eine generelle Entscheidung zum Umgang mit Großevents im Fußball bis Ende Oktober vertagt hat, droht aufgrund der regional sehr unterschiedlichen Verfügungslage ein Flickenteppich bei der Zulassung von Zuschauer.

In Baden-Württemberg sind laut aktueller Verordnung bis zu 500 Besucher erlaubt. Der badische Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hatte am Mittwoch offiziell erklärt, ab der ersten DFB-Pokalrunde Mitte September mit 450 Zuschauern zu planen. Die 36 Mitglieder der Deutschen Fußball Liga (DFL) berieten am Donnerstag in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen für die neue Saison in der 1. und 2. Bundesliga. Für die DFL sind die unterschiedlichen Verfügungslagen zur Zulassung von Zuschauern keine Wettbewerbsverzerrung.

(dpa)

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