Letztes Update:
20201019123113

RKI erwartet Impfstoff gegen neues Coronavirus bis Anfang 2021

15:04
27.08.2020
Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnet damit, dass es zum Beginn des kommenden Jahres Impfstoffe gegen das neue Coronavirus gibt. «Nach aktuellem Kenntnisstand wird erwartet, dass bis Anfang 2021 ein oder mehrere Covid-19-Impfstoff(e) in der Europäischen Union zugelassen und erste Produktionschargen verteilt und vertrieben werden könnten», heißt es im jüngsten Epidemiologischen Bulletin vom Donnerstag.

Es sei allerdings damit zu rechnen, dass nicht von Anfang an genügend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen werde. Deshalb solle die Ständige Impfkommission ein Konzept erarbeiten, wie die dann verfügbaren Bestände mit dem bestmöglichen Nutzen eingesetzt werden könnten. Dieses Prinzip heißt Priorisierung. Dabei seien ethische Aspekte für eine gerechte Verteilung von besonderer Bedeutung. Die Priorisierung solle dafür sorgen, bestmöglich zur Vermeidung von schweren Erkrankungen und Todesfällen beizutragen.

Wie in anderen Ländern weise die aktuelle Entwicklung in Deutschland auf einen erneuten Anstieg von Sars-CoV-2-Infektionen hin, heißt es im Bulletin. Seit Beginn der Epidemie bis Donnerstag hat das RKI 237 936 Corona-Infektionen in Deutschland registriert, darunter 9285 Todesfälle.

(dpa)

SPD fordert wegen Auflagen-Verstößen «Corona-Regel-Marathon»

14:59
27.08.2020
 Angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen fordert die SPD-Fraktion strikte Strafen für Verstöße und scharfe Kontrollen. Autofahrer würden regelmäßig durch Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen von sogenannten Blitz-Marathons daran erinnert, das Tempolimit einzuhalten, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Rainer Hinderer am Donnerstag in Stuttgart. «Vergleichbar zum Blitz-Marathon schlage ich jetzt einen gemeinsamen Corona-Regeln-Marathon von Ordnungsämtern und Polizei in Baden-Württemberg vor.»

Der Staat müsse zeigen, dass er die überdeutliche Mehrheit derjenigen, die die Regeln beachtet, schützen könne vor der Minderheit, die entweder die Regeln nachlässig einhalte oder sogar offen zum Rechtsbruch aufrufe.

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Donnerstag erstmals seit Juni mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine gemeinsame Linie im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten. Dabei hatten sich Bund und Länder unter anderem darauf verständigt, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zu erheben. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) kündigte jedoch an, dass er diesen Weg nicht mitgehen

(dpa/lsw)

Bundesliga bis Ende Oktober in leeren Arenen - Arbeitsgruppe geplant

14:31
27.08.2020
Die Fußball-Bundesliga wird bis mindestens Ende Oktober vor weitgehend leeren Zuschauerrängen spielen müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich am Donnerstag darauf, dass eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien in den kommenden beiden Monaten einen Vorschlag für den Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten soll. Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.

Es sei «nicht sinnvoll, im September mit Zuschauern zu starten», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). «Es ist mit einer steigenden Infektionszahl ein falsches Signal.» Der Profi-Fußball startet mit der ersten Runde im DFB-Pokal am zweiten September-Wochenende in die neue Saison. Söder stellte zumindest in Aussicht, dass durch die Arbeitsgruppe «kleine, schrittweise Möglichkeiten» vereinbart werden könnten, und zwar «noch vor Weihnachten». Da gebe es «schon eine Perspektive», sagte der CSU-Politiker.

Inwieweit schon früher zumindest einige Hundert Fans zugelassen werden, blieb zunächst offen. Die Beschränkungen für Teilnehmer an solchen Veranstaltungen unterscheiden sich derzeit in den Bundesländern stark.

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga hatten sich Anfang August auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadion geeinigt. Als einen zentralen Punkt beschlossen die Clubs, «bei ihren Spielen sicherzustellen, dass im Fall von Infektionen die Identität und Kontaktdaten möglicher und eventuell betroffener Stadionbesucher ermittelt werden können.» Dies würde die geforderte Kontaktverfolgung ermöglichen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen