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Südwest-Krankenhäuser für steigende Corona-Zahlen gewappnet

15:05
26.08.2020
Die Baden-Württembegische Krankenhausgesellschaft (BWKG) sieht die rund 200 Krankenhäuser im Land gut vorbereitet für den Fall, dass wieder mehr Covid-19-Patienten behandelt werden müssten. «Die Krankenhäuser sind aktuell in Hab-Acht-Stellung», sagte BWKG-Vorstandschef Detlef Piepenburg am Mittwoch in Stuttgart. «Das heißt, sie beobachten das Infektionsgeschehen im Land ganz genau.» Die Einrichtungen stünden dazu in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, um schnell reagieren zu können, falls die Zahl schwerer Covid-19-Fälle steigen sollte. Zuerst hatten «Heilbronner Stimme» und «Mannheimer Morgen» berichtet.

In den Südwest-Krankenhäusern, die zusammen über mehr als 57 000 Betten verfügen, sind derzeit etwa 3300 Beatmungsplätze vorhanden. Laut Piepenburg würden «rund 30 Prozent der Intensivkapazitäten» für Covid-19-Patienten frei gehalten. Außerdem könnten zusätzliche Beatmungsplätze etwa in Operationssälen oder Aufwachräumen eingerichtet werden. Auch verfügten die Kliniken inzwischen über mehr Beatmungsgeräte als zu Beginn der Pandemie.

Aktuell werden der BWKG zufolge in baden-württembergischen Krankenhäusern 194 Covid-19-Patienten behandelt, 42 von ihnen müssten beatmet werden.

(dpa/lsw)

SAP appelliert an Mitarbeiter: Fahrt Dienstautos länger!

12:49
26.08.2020
Europas größter Softwarehersteller SAP appelliert angesichts der Corona-Pandemie an seine Mitarbeiter in Deutschland, die eigenen Dienstautos länger als gewöhnlich zu fahren. Das sagte ein Sprecher am Mittwoch in Walldorf. Zunächst hatte die «Rhein-Neckar-Zeitung» darüber berichtet.

Der Sprecher begründete den internen Vorstoß mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die SAP-Geschäfte. Wenn zumindest einige Beschäftigte ihre Dienstfahrzeuge nun länger als angepeilt nutzten, könne der Konzern den Kauf neuer Autos aufschieben. Das spare kurzfristig Geld und helfe, die gesteckten Finanzziele zu erreichen.

In Deutschland genießt ein Großteil der 21 000 SAP-Mitarbeiter das Privileg, einen Dienstwagen gestellt zu bekommen. Den Anspruch darauf erwirken die meisten spätestens mit dem dritten Dienstjahr, wie der Sprecher sagte. Die Beschäftigten nutzten die Fahrzeuge in der Regel vier Jahre, danach hätten sie Anspruch auf ein neues Auto.

Der jetzige Appell richte sich konkret an Mitarbeiter, die ihr Auto jetzt schon vier Jahre oder länger fahren. Diese müssten der Bitte der Firma, die Bestellung eines neuen Fahrzeugs aufzuschieben, aber nicht nachkommen. Es handle sich um keine Vorschrift. Zu Rückmeldungen eigener Mitarbeiter sagte der Sprecher nichts.

SAP least seine Dienstautos den Angaben zufolge nicht, sondern kauft sie an. Die spendable Dienstwagen-Regelung gilt vor allem als Entgegenkommen an die Mitarbeiter am Hauptstandort Walldorf, der abgelegen von größeren Metropolen liegt. Viele Mitarbeiter wohnen nicht in der unmittelbaren Umgebung und haben daher oft eine längere Strecke zu ihrem Arbeitsplatz zurückzulegen.

(dpa)

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