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Carsharing-Betriebe im Südwesten erhalten Corona-Rettungsschirm

14:27
08.07.2020
Das Land will Carsharing-Unternehmen mit vier Millionen Euro unterstützen, um der Branche in der Corona-Pandemie zu helfen. Das hat der Ministerrat am Mittwoch auf Initiative des Verkehrsministeriums hin entschieden. «Ein umwelt- und klimafreundliches Verkehrssystem benötigt auch ein flächendeckendes Carsharing-Angebot im ganzen Land, da in jedem fünften Haushalt in Baden-Württemberg kein eigenes Auto vorhanden ist», begründete Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) die Hilfe.

Das Verkehrsministerium wolle dafür sorgen, dass im Jahr 2030 mindestens 50 000 Carsharing-Fahrzeuge auf den Straßen in Baden-Württemberg unterwegs sind. Deshalb müsse vermieden werden, dass die Zahl der Fahrzeuge sich jetzt wegen Corona verringere. Die Betriebe würden wegen der Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise zuerst die weniger lukrativen Standorte im Land aufgeben und sich auf die größeren Städte konzentrieren, lautet die Befürchtung.

Der Rettungsschirm soll den Carsharing-Unternehmen deshalb Erhaltungsprämien für Standorte gewähren, die aufgrund von Umsatzverlusten ansonsten aufgegeben werden müssten. Im Gegenzug verpflichten sich die Unternehmen dazu, mindestens 50 Prozent der Fahrzeuge pro Standort zu erhalten. Verkehrsminister Hermann geht davon aus, dass damit ein Großteil der Standorte im Land bestehen bleiben kann.

(dpa/lsw)

Merkel auf erster Auslandsreise seit Corona-Ausbruch

14:09
08.07.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Auftakt ihrer ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Pandemie mit EU-Parlamentspräsident David Sassoli getroffen. «Ich freue mich, dass meine erste Auslandsreise nach Ausbruch der Pandemie mich nach Brüssel und dabei ins Europäische Parlament führt», sagte Merkel am Mittwochmittag zu Beginn der Gespräche. Deutschland sei in seiner am 1. Juli begonnenen EU-Ratspräsidentschaft auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Parlament angewiesen und wolle diese auch pflegen.

«Es geht in der Zeit der nächsten Monate um die große Aufgabe, uns um die Eindämmung der Pandemie zu bemühen, die Folgen zu bewältigen», sagte Merkel. «Wir stehen vor einer nicht gekannten Situation des wirtschaftlichen Einbruchs, der Sorge um Arbeitsplätze», betonte sie.

Merkel warb in diesem Zusammenhang noch einmal um einen ambitionierten Wiederaufbauplan. Das Geld, das man jetzt dafür wolle, solle nicht einfach investiert werden, um wieder hinzukommen, wo man gewesen sei, «sondern um auch einen Schritt in die Zukunft zu gehen». Als Beispiele nannte sie den Klimawandel und die Digitalisierung.

Parlamentspräsident Sassoli betonte, niemand dürfe nach der Corona-Krise im Stich gelassen werden. Dies sei die Gelegenheit für die europäischen Institutionen, zu zeigen, dass sie Gemeingut der Europäer seien. Deutschland habe verstanden, wie wichtig die europäische Solidarität sei. Deshalb sei das Parlament sicher, dass die EU-Staaten unter deutscher Führung auf die Herausforderungen antworten werden.

(dpa)

Mehrheit der Corona-Tests in Kindergarten negativ

13:38
08.07.2020
Nach den Fiebererkrankungen zahlreicher Kinder in einem Kindergarten in Friedrichshafen am Bodensee sind die meisten Tests auf eine Corona-Erkrankung negativ ausgefallen. Bei einem Kind steht das Ergebnis noch aus, wie das Landratsamt Bodenseekreis am Mittwoch mitteilte. Am Donnerstag soll der Kindergarten wieder für die beschwerdefreien Kinder geöffnet werden.

Die Corona-Tests wurden nicht vom Gesundheitsamt durchgeführt, sondern die Eltern mussten selbst entscheiden, ob sie ihr Kind testen lassen wollten. Sechs Kinder wurden daraufhin getestet.

Mehr als 40 Kinder waren am Montag von ihren Eltern wegen Fiebers krankgemeldet worden. Tatsächlich hatten nach Angaben einer Sprecherin des Landratsamts allerdings nur sieben Kinder Fieber. Der Träger der Einrichtung hatte den Kindergarten für zwei Tage geschlossen.

(dpa/lsw)

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