Letztes Update:
20201019123113

202 neue Corona-Infektionen im Südwesten - Insgesamt mehr als 40.000

16:27
22.08.2020
Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg hat die Marke von 40 000 überschritten. 202 neue bestätigte Fälle erhöhten die Gesamtzahl auf 40 034, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes von Samstag (Stand: 16.00 Uhr) hervorgeht. Etwa 35 896 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen Fall auf 1863. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 1,44 angegeben. Er gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

(dpa/lsw)

Großer Andrang bei Corona-Teststation an der Autobahn

14:45
22.08.2020
Die bislang einzige Autobahn-Teststation im Südwesten erlebt weiter einen großen Andrang von Reiserückkehrern, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollen. Am Samstag sei der Parkplatz an der A5 bei Neuenburg nahezu permanent voll gewesen, sagte die Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Müllheim, Gerlinde Engler. Das Rote Kreuz organisiert die Tests dort. Bis zum Abend dürften wohl um die 2000 Menschen getestet worden sein, schätzte Engler. Zeitweise müssten die zurückkehrenden Urlauber rund 45 Minuten warten. «Die Leute sind aber geduldig», sagte sie.

Die Teststation ist seit dem 14. August in Betrieb. Am Freitag waren laut Engler rund 1900 Menschen getestet worden, an den Tagen davor jeweils etwa 1400. Derzeit wird auf dem Parkplatz Kemmental an der A8 bei Ulm eine weitere Teststation aufgebaut, wie ein Sprecher des Sozialministeriums sagte. Bis sie in Betrieb gehen könne, werde es aber noch einige Tage dauern.

Reiserückkehrer können sich auch an den Flughäfen im Südwesten sowie am Stuttgarter Hauptbahnhof testen lassen. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss einen Test machen lassen, für alle übrigen Urlauber ist er freiwillig. In Baden-Württemberg ist an diesem Wochenende Sommerferien-Halbzeit.

(dpa/lsw)

Großveranstaltungen trotz Corona? - Mediziner beginnen Experiment

13:11
22.08.2020
Mit einem aufwendigen Check-in hat die Universitätsmedizin Halle am Samstag ein Konzertexperiment zu Großveranstaltungen in der Corona-Pandemie begonnen. Bei allen freiwilligen Teilnehmern wurde vor dem Betreten der Arena Leipzig Fieber gemessen. Die Menschen wurden zudem mit sogenannten Contact Tracern ausgestatten, mit denen ihre Laufwege nachvollzogen werden sollten. Popstar Tim Bendzko («Keine Maschine») sollte vom Vormittag drei Konzerte in verschiedenen Szenarien spielen. Die Studienleitung hatte auf rund 4000 Teilnehmer gehofft. Wie viele Menschen am Samstag tatsächlich gekommen waren, war vor Beginn der Konzerte aber noch unklar.

Mit dem Experiment wollen die Forscher herausfinden, wie Großveranstaltungen trotz Corona möglich sein können. Ziel der Datensammlung ist ein mathematisches Modell, mit dem sich das Risiko eines Corona-Ausbruchs in einer Veranstaltungshalle abschätzen lässt. Ergebnisse sollen laut Studienleitung im Herbst vorliegen.

(dpa)

Tausende Reisende auf Autobahn-Teststation auf Corona gecheckt

16:07
21.08.2020
Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen tief in die Tasche greifen, wenn sie ihre Test-Pflicht nicht erfüllen. Tausende Reisende nehmen das Angebot eines kostenlosen Abstrichs an der Autobahn wahr.

Im Schnitt weit mehr als 1000 Reiserückkehrer täglich lassen sich an der Teststation auf der Autobahn 5 bei Neuenburg auf das Coronavirus prüfen. Von Freitag vergangener Woche bis Donnerstagabend seien auf dem Parkplatz Neuenburg-Ost 9460 Abstriche genommen worden, teilte der DRK-Landesverband Baden am Freitag mit. Die Hilfsorganisation stellt das Personal von 25 Menschen, die im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten. Mit diesem Aufkommen stoße die Teststelle an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die vom Land finanzierte einzige Autobahn-Teststation (Breisgau-Hochschwarzwald) im Südwesten soll bis Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg Mitte September bestehen bleiben.

Am vergangenen Wochenende seien täglich bis zu 1500 Reisende getestet worden, mit ähnlichen Zahlen sei an diesem Wochenende zu rechnen, sagte eine DRK-Sprecherin. Sie kommen vor allem aus der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und den Balkanstaaten. Wer aus einem Risikogebiet wie Spanien außer den Kanaren oder Serbien zurückkommt, ist zum Test oder einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen von bis zu
25 000 Euro. Die anderen Rückkehrer können aber ebenfalls von dem Angebot Gebrauch machen. Zwischen dem 14. und dem 19. August sind laut Gesundheitsministerium 35 infizierte Menschen entdeckt worden.

Die Ergebnisse liegen in der Regel binnen 48 Stunden vor; in dieser Zeit sollen die Getesteten zu Hause bleiben. Auch an den drei großen Flughäfen im Südwesten und am Stuttgarter Hauptbahnhof werden Reisende getestet. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Kontrollen zur Einhaltung der Testpflicht gibt es nicht. Das Ministerium betonte, dass die Verantwortung dafür bei den Bürgern liege, nicht beim Staat. Dieser schaffe jedoch hierfür die notwendige Infrastruktur und das kostenlose Angebot. Ein Sprecher unterstrich: «Wir appellieren deshalb eindringlich an die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen, sich entsprechend zu verhalten und die Testpflicht wahrzunehmen.»

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen