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Mehrheit der Labore nutzt Corona-Warn-App

11:21
17.08.2020
Zwei Monate nach Bereitstellung der Corona-Warn-App sind immer noch nicht alle Labore an das System angeschlossen. 115 von 151 niedergelassenen Laboren seien inzwischen aber in der Lage, Corona-Testergebnisse auf diesem Weg digital zu übermitteln, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Die Anwendung, die inzwischen 17,1 Millionen Menschen heruntergeladen haben, stelle einen wichtigen Baustein bei der Unterbrechung von Infektionsketten dar, betonte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Die App sei kein «Allheilmittel», der Nutzen sei aber groß genug, um die Entwicklungskosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro zu rechtfertigen, erklärte Seibert. Er appellierte an die Nutzer der App, falls sie sich infiziert haben und positiv getestet wurden, diese Information auch weiterzugeben.

Bisher seien über 1400 Tele-Tans zur Verifikation eines positiven Tests ausgegeben worden, fügte er hinzu. Diese Tan muss von dem Getesteten angefordert werden, um zu verhindern, dass jemand eine falsche anonymisierte Warnung an die Menschen verschickt, die sich in den vergangenen 14 Tagen in seiner Nähe aufgehalten haben.

Die App war, um hohen Datenschutz-Standards zu genügen, so programmiert worden, dass sie anonyme Codes mit anderen Smartphones austauscht - ohne Standortdaten oder andere Informationen an die Gesundheitsämter zu senden. In der Anfangsphase gab es technische Schwächen, die das Funktionieren der App betrafen. Diese sind laut Bundesregierung inzwischen behoben.

(dpa)

Corona-Tester an Autobahn-Station selbst positiv getestet

11:21
17.08.2020
Ein Mitarbeiter des Dienstleisters Eurofins, der für den Freistaat Bayern Corona-Tests für Reiserückkehrer an Autobahnraststätten vornimmt, ist nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks positiv auf das Virus getestet worden. Der Sender beruft sich auf das örtliche Gesundheitsamt. Mehrere Kontaktpersonen, darunter Ehrenamtliche von Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Technischem Hilfswerk, seien deshalb in Quarantäne, hieß es am Montag. Der Kontakt zwischen dem Eurofins-Mitarbeiter und den Ehrenamtlichen habe bei der Übergabe der Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau stattgefunden.

(dpa)

Maschinenbau verliert in der Krise 32.000 Jobs

10:39
17.08.2020
Die Corona-Krise, Handelsbarrieren und der Strukturwandel in der Autoindustrie haben den Maschinenbau in Deutschland im ersten Halbjahr 32.000 Arbeitsplätze gekostet. Die Zahl der Beschäftigten sank bis Ende Juni auf rund 1,03 Millionen. «Angesichts der immensen Belastungen, denen unsere Industrie ausgesetzt ist, bleibt dies ein moderater Abbau», argumentierte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Maschinenbauverbandes VDMA am Montag. Dabei helfe vor allem das Instrument der Kurzarbeit.

«Von daher ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf dem richtigen Weg, wenn er die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds auf 24 Monate ausdehnen will», sagte Wiechers. Der SPD-Politiker und Vizekanzler hatte sich am Wochenende in einem Interview für eine Verlängerung ausgesprochen.

Gut ein Drittel der Beschäftigten in der exportorientierten Branche war den Angaben zufolge Anfang Juli in Kurzarbeit. Der Anstieg von geschätzt 354 000 Kurzarbeitern im Juni auf 378 000 im Juli sei allerdings deutlich geringer ausgefallen als in den Monaten zuvor. Bei Neueinstellungen überwiegt den Angaben zufolge derzeit die Vorsicht. «Die Zahl der gemeldeten Stellen im Maschinenbau hat sich zum Vorjahr fast halbiert», erläuterte Wiechers.

Vor allem die Corona-Krise setzt den Maschinenbauern hart zu. Im ersten Halbjahr waren deutlich weniger Bestellungen eingegangen als im Vorjahreszeitraum (minus 16 Prozent). Insbesondere die Nachfrage aus dem Ausland verringerten. Internationale Handelskonflikte hatten die Maschinenbauer bereits im vergangenen Jahr belastet. Produktion und Umsatz waren gesunken.

(dpa)

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