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Apfelbauern sorgen sich wegen der Corona-Krise um ihre Ernte

09:51
14.08.2020
Die Landwirte in den größten Apfelanbaugebieten in Deutschland bangen aufgrund der Corona-Krise um ihre Ernte. «Die Sorge ist sehr groß», sagte der Vorsitzende der Obstregion Bodensee, Thomas Heilig. Zum einen sei noch nicht hundertprozentig sicher, ob die Erntehelfer - die meisten stammen aus osteuropäischen Ländern - überhaupt einreisen dürften. Beispielsweise zählten einige Regionen in Bulgarien und Rumänien derzeit zu den Risikogebieten.

Zudem müssten die Landwirte einen hohen Aufwand betreiben, um die geltenden Vorschriften zum Schutz vor Covid-19 einzuhalten. So dürfen etwa in den Unterkünften nur halb so viele Erntehelfer untergebracht werden. Er selbst setze auf angemietete Container, sagte Heilig. Nach Angaben des baden-württembergischen Landesbauernverbandes werden zur Apfelernte allein am Bodensee rund 8000 Erntehelfer erwartet.

Auch in Niedersachsen wird die Ernte in diesem Jahr spürbar von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt sein. «Es ist eine angespannte, ungewohnte Situation», sagte der Vorsitzende der Fachgruppe Obstbau beim niedersächsischen Landvolk, Ulrich Buchterkirch. Natürlich gebe es die Angst vor einem Infektionsfall und den daraus folgenden Konsequenzen. Trotz Virus-Krise rechnet er aber trotzdem mit einer durchschnittlichen Ernte.

(dpa)

Energieversorger MVV bleibt trotz Corona auf Kurs

09:18
14.08.2020
Der Energieversorger MVV bestätigt trotz Corona-Krise seine Prognose für das laufende Jahr. Zwar seien die wirtschaftlichen Unsicherheiten noch nicht abschließend quantifizierbar. Es werde aber weiter davon ausgegangen, dass das operative Ergebnis etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen werde, teilte das Mannheimer Unternehmen am Freitag mit. 2019 erzielte MVV einen operativen Gewinn von 225 Millionen Euro bei einem Umsatz von 3,7 Milliarden Euro.

Nach Angaben von MVV-Vorstandschef Georg Müller lag das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (1. Oktober 2019 – 30. Juni 2020) mit 208 Millionen Euro leicht über dem Vorjahr. Der Umsatz ging um knapp 5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zurück. MVV beschäftigte Ende Juni 6163 Mitarbeiter, etwas mehr als im Vorjahreszeitraum (6122).

Das Unternehmensergebnis sei durch erfolgreiche Energiewende-Projekte getragen, darunter die Inbetriebnahme des neuen Kieler Gasheizkraftwerks und die Anbindung der thermischen Abfallverwertungsanlage Mannheim an das regionale Fernwärmenetz. Ein vergleichbares Projekt setzt MVV gerade bei ihrer Abfallverwertungsanlage in Leuna (Sachsen-Anhalt) um.

(dpa/lsw)

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