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Nasdaq: Curevac-Börsengang für Freitag geplant

10:49
13.08.2020
Der US-Börsengang des Tübinger Biotechunternehmens Curevac, das an einem Corona-Impfstoff forscht, ist laut der New Yorker Technologiebörse Nasdaq bereits für diesen Freitag geplant. Aus dem online abrufbaren Terminkalender der Nasdaq ging am Donnerstag hervor, dass am 14. August erstmals Aktien des Unternehmens öffentlich zum Verkauf angeboten werden sollen. Ein Curevac-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Termin äußern. Der exakte Zeitpunkt des Börsengangs war bis zuletzt unklar gewesen.

Die Firma hofft, an der Börse bis zu 245 Millionen US-Dollar (rund 207 Mio Euro) bei Investoren einzusammeln. Es sei geplant, zunächst gut 13,3 Millionen Stammaktien anzubieten und zu verkaufen, hatte das Unternehmen am Montag mitgeteilt. Zusätzlich solle Zeichnern eine 30-Tage-Option zum Erwerb von bis zu knapp zwei Millionen zusätzlichen Stammaktien gewährt werden. Der Preis je Aktie werde voraussichtlich zwischen 14 und 16 Dollar liegen.

Das Geld solle unter anderem in die weitere Entwicklung eines Corona-Impfstoffs und die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert werden, hieß es.

In einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde hatte Curevac bereits rund 560 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Dazu zählte auch der Bund, der im Juni den Einstieg der staatlichen Förderbank KfW für 300 Millionen Euro bei Curevac mitgeteilt hatte. Ziel war demnach auch, im Rennen um einen Corona-Impfstoff eine mögliche Übernahme aus dem Ausland zu verhindern.

(dpa)

Schärfere Kontrollen wegen Corona-Ausbruch nach Geburtstagsparty

09:45
13.08.2020
Nach einer Geburtstagsfeier in einem Stuttgarter Club mit mehr als zwei Dutzend infizierten Gästen muss sich die Stuttgarter Clubszene auf schärfere Kontrollen einstellen. Stadt und Polizei haben angekündigt, strenger zu prüfen, ob die Auflagen eingehalten werden, wie ein Rathaussprecher am Donnerstag ankündigte. Geplant seien auch Kontrollen in der Szene.

Bislang sei bekannt, dass 24 Partygäste und eine Kontaktperson positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Der Sprecher hielt es für möglich, das sich diese Zahl im Laufe des Tages erhöht. Acht der Gäste waren am Tag der Feier aus dem als Partyhochburg bekannten Ort Novalja auf der Adria-Insel Pag zurückgekehrt.

Nach Einschätzung der Stadt dürfte die Gruppe - alle etwa im Alter Ende 20 - bei der Geburtstagsfeier am 1. August noch nichts von den Infektionen gewusst haben. Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (CDU), hatte am Vortag an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen appelliert: «Wir leben in einer Pandemie, das Virus macht keinen Urlaub. Die Lockerheit einiger kann zu einem Lock-down für alle führen», hatte er gemahnt. Gastronomen der Stadt erinnerte er an ihre zentrale Verantwortung im Kampf gegen eine Ausbreitung des Virus.

«Im Gesundheitsamt fühlt man sich an Ischgl erinnert», sagte ein Stadtsprecher. Die österreichische Region war ähnlich wie Kroatien zunächst nicht als Risikogebiet klassifiziert und viele reisten im Frühjahr dort hin und infizierten sich. «Jetzt haben wir ein Déjà-vu. Kroatien wird erkennbar zum Hotspot», sagte der Sprecher.

Auch im Kreis Göppingen gibt es derzeit vermehrt Neuinfektionen, nachdem eine Gruppe Abiturienten in Novalja auf der Insel Pag Party-Urlaub gemacht hatte. Wie eine Sprecherin des Landratsamts am Donnerstag mitteilte, sind zwölf Teilnehmer der Abi-Fahrt mit dem Coronavirus infiziert. Teilgenommen hätten insgesamt 14 Abiturienten aus dem Raum Donzdorf.

(dpa)

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