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Corona-Bürgschaften für kleine Südwestunternehmen starten

10:52
14.07.2020
Von diesem Mittwoch an können Kleinunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten und Soloselbstständige Sofortbürgschaften des Landes beantragen. Die Bürgschaften sollten die Lücke des Schnellkredits des Bundes schließen, der nur Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern zur Verfügung steht, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Dienstag in Stuttgart. «Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bringen jedoch insbesondere kleine Betriebe in eine existenzbedrohende Lage.» Mit der Sofortbürgschaft wird den Unternehmen der Zugang zu Krediten erleichtert.

Betriebe können die Sofortbürgschaft laut Wirtschaftsministerium auf zwei Wegen beantragen. Über das Portal www.ermoeglicher.de können sie bei positiver Prüfung ihres Antrags eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250 000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl weitergeleitet. «Damit haben Unternehmen, die noch nicht über eine Hausbank verfügen, die Möglichkeit, ihre Anfrage online und bankenunabhängig zu stellen», sagte Hoffmeister-Kraut.

Daneben ist der Antrag ganz klassisch über die eigene Hausbank möglich. Sie kann im Auftrag eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen von bis zu 125 000 Euro beantragen.

Hintergrund der Maßnahme ist, dass Kleinunternehmen und Soloselbstständige oft keine regulären Kredite aufnehmen können, weil der Bank die Sicherheiten fehlen. Bürgt das Land, steht es also mit im Risiko, dann kommen auch für sie Kredite in Frage.

(dpa/lsw)

Österreich hebt Einreisebeschränkung für Kreis Gütersloh auf

09:35
14.07.2020
Menschen aus dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen können wieder ohne Einschränkungen nach Österreich reisen. Die Einreise aus Deutschland sei wieder uneingeschränkt möglich, teilte das Außenministerium in Wien am Dienstag auf seiner Webseite mit. Auch die seit Ende Juni geltende teilweise Reisewarnung Österreichs für das Land Nordrhein-Westfalen wurde aufgehoben. Seit dem 29. Juni mussten Menschen aus dem Kreis Gütersloh ein ärztliches Attest für einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie nach Österreich wollten.

Im Kreis Gütersloh war im Juni die Zahl der Corona-Infektionen durch einen massiven Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in die Höhe geschnellt. Für die Menschen im Kreis hatte der Ausbruch Einschränkungen im Alltagsleben zur Folge, zudem reagierten viele Urlaubsregionen unter anderem mit Beherbergungsverboten für Corona-Hotspots.

Das Gesundheitsministerium in Wien verhängte unterdessen am Dienstag zehn neue Landeverbote für Flugzeuge aus Staaten, die aktuell als Coronavirus-Risikogebiete gelten. Ab Donnerstag dürfen Maschinen aus den Ländern des Westbalkan, Bulgarien, Rumänien, der Republik Moldau sowie Ägypten nicht mehr in Österreich landen. Flüge aus der Lombardei in Italien sind dagegen wieder erlaubt. Untersagt bleiben Flüge aus Belarus (Weißrussland), China, Großbritannien, dem Iran, Portugal, Russland, Schweden und der Ukraine.

(dpa)

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