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Medikamentennachfrage rettet Chemie- und Pharmabranche in BW die Bilanz

18:08
11.08.2020
Eine gestiegene Nachfrage nach Medikamenten zu Beginn der Corona-Pandemie hat der Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg die Bilanz im ersten Halbjahr gerettet. Die Umsätze der Branche seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 0,9 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte der Branchendachverband Chemie.BW am Dienstag mit. Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer sagte, die Branche habe bisher «nur Kratzer abbekommen».

Die Corona-Pandemie und damit verbundene Einschränkungen hatten die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr in eine tiefste Krise gerissen. Dass die Chemie- und Pharmabranche im Südwesten dennoch ordentliche Zahlen präsentieren konnte, führte Mayer auf den Ansturm auf Medikamente zu Beginn der Krise im Frühjahr zurück. Damals sei die Nachfrage nach Arzneimitteln und Chemikalien erheblich gestiegen, es habe sich eine «gewisse Sonderkonjunktur» entwickelt. Der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr sei hauptsächlich mit nachlassenden Auslandsgeschäften (minus 1,7 Prozent) zu erklären.

Mayer sagte, die Branche blicke mit Sorge auf die nächsten Monate. «Die explodierende Staatsverschuldung und die teilweise irrational geführten Handelsauseinandersetzungen sind extreme Risiken für die Wirtschaft.»

Chemie.BW vertritt 473 Unternehmen und damit mehr als 90 Prozent der Pharma- und Chemieindustrie Baden-Württembergs. Die Mitglieder des Verbandes beschäftigen zusammen rund 107.800 Menschen.

(dpa/lsw)

79 neue Corona-Infektionen im Südwesten

15:26
11.08.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 37 978 gestiegen. Das sind 79 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Dienstag mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 35 070 Menschen gelten als genesen. Derzeit seien geschätzt 1049 Menschen im Land infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gab die Behörde mit 1859 an - das war einer mehr als am Montag.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg weiterhin mit 0,9 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

(dpa/lsw)

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