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Polizei löst Party mit 200 Feiernden in Ulmer Park auf

08:40
08.08.2020
Die Polizei hat in einem Park in Ulm ungefähr 200 junge Menschen bei einer illegalen Party erwischt. Die feiernde Gruppe sei bei einer Streifenfahrt entdeckt worden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Als sie den Streifenwagen sahen, verließen einige Jugendliche bereits den Ort. Andere blieben aber sitzen und waren den Beamten zufolge unkooperativ, provokant und respektlos. Die Polizei löste die Party daraufhin am Freitagabend auf. Einen Veranstalter konnten sie nicht ermitteln. Die derzeit gültige Corona-Verordnung sieht vor, dass sich maximal 20 Menschen öffentlich treffen dürfen. 

(dpa)

Im Quadrat zum Baden: Meersburg markiert Liegewiese in Corona-Zeiten

07:50
08.08.2020
Damit in Corona-Zeiten auch beim Baden und Sonnen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können, hat sich die Stadt Meersburg etwas Ungewöhnliches einfallen lassen: Mit weißer Kalk-Farbe hat die Kommune eine öffentliche Liegewiese am Bodenseeufer in vier mal vier Meter große Quadrate eingeteilt. Die Idee sei entstanden, um eine Sperrung der Badefläche zu verhindern, sagte der Meersburger Bürgermeister Robert Scherer.

Bis zur Umsetzung habe es dann nur anderthalb Tage gedauert. Mithilfe eines Streuwagens vom Fußballverein wurden die Liege-Quadrate sowie schmale Wege dazwischen mit Kalk-Farbe aufgetragen. Bislang müssten die Linien noch alle paar Tage nachgezogen werden, sagte Scherer. Künftig solle aber eine länger haltende, umweltfreundliche Farbe verwendet werden.

Aber halten sich die Menschen an die vorgegebenen Wege und Quadrate? «Ja, es hilft wirklich», sagte Scherer. «Selbst bei leerer Liegewiese laufen die Leute an den Linien entlang.» Er habe viele positive Rückmeldungen bekommen. «Die Menschen finden es gut.» Geplant sei, die Markierungen im Sommer weiterzuführen und eventuell sogar im nächsten Jahr noch zu nutzen. «Solange es aus unserer Sicht hilfreich ist, werden wir es anwenden.»

Auch andere Gemeinden beschäftigt der große Andrang am Bodenseeufer zu Corona-Zeiten. So hatte Sipplingen seine Uferanlagen teilweise geschlossen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Das Landratsamt Bodenseekreis hielt die Maßnahme allerdings für nicht verhältnismäßig und drängte die Gemeinde, sie zurückzunehmen. Sipplingen kündigte daraufhin an, einen Teil der Parkplätze am Wochenende zu sperren, um den Andrang zu verringern.

(dpa)

Umfrage: Große Mehrheit besorgt über Umgang mit Corona

15:48
07.08.2020
Eine große Mehrheit der Menschen über 18 Jahren in Baden-Württemberg macht sich nach einer Umfrage Sorgen um einen zu leichtfertigen Umgang mit der Corona-Pandemie. 85,6 Prozent der Befragten im Südwesten gaben an, besorgt zu sein, dass einige Menschen durch Missachtung der Corona-Regeln die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden.

Das Ergebnis der Umfrage von «Schwäbischer Zeitung» und dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey für Bayern fällt mit 83,2 Prozent etwas geringer aus. Bundesweit äußerten sich 84,1 Prozent besorgt. Gefragt wurde: «Sind Sie aktuell besorgt, dass einige Menschen durch die Missachtung der Corona-Maßnahmen die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden?»

Bei den Befragten über 65 Jahren liegt der Anteil derer, die angesichts des Verhaltens der Corona-Verweigerer besorgt sind, bei knapp 92 Prozent - so hoch wie in keiner anderen Altersgruppe. Bei der Parteipräferenz fallen die Anhänger der AfD auf. Von ihnen ist nur etwa nur ein Drittel besorgt.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sagte der Zeitung, die Ergebnisse seien für ihn nicht überraschend. «Dies bestätigt meinen Eindruck, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung bereit ist, die Maßnahmen zum Schutz ihrer und der Gesundheit anderer zu akzeptieren.»

Die Menschen gingen sehr verantwortlich mit den vorgegebenen Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen um. «Jeder und jede hat es in der Hand, dass wir gut durch den Herbst und Winter kommen.» Man dürfe sich nicht beirren lassen von jenen, die gegen die Maßnahmen protestieren. «Bei der Bewältigung einer globalen Pandemie halte ich es für zumutbar, beim Einkaufen eine Maske aufzusetzen und mit Abstand meinen Alltag zu gestalten.»

(dpa)

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