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20201019123113

68 neue Corona-Infektionen im Südwesten

17:22
06.08.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 37 647 gestiegen. Das sind 68 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Donnerstag mitteilte (Stand: 16.00 Uhr).

Etwa 34 767 Menschen gelten als genesen. Derzeit seien geschätzt 1028 Menschen im Land infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gab die Behörde mit 1852 an - das ist einer mehr als am Mittwoch.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,89 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

(dpa)

Stuttgart erhöht Bußgelder für Maskenverweigerer

16:22
06.08.2020
Maskenverweigerer müssen in Stuttgart künftig ein deutlich höheres Bußgeld zahlen als bisher. «Wird eine Privatperson ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt, wo sie eine tragen müsste, beträgt die Mindeststrafe jetzt 75 Euro», teilte die Landeshauptstadt am Donnerstag mit. Bislang lag das Bußgeld bei 25 Euro. Für Menschen im gewerblichen Bereich - beispielsweise für Kellner - liege die Mindeststrafe bei 150 Euro.

Für Wiederholungstäter könne es sogar noch teurer werden, sagte Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (CDU). «Der Bußgeldkatalog sieht eine Strafe von bis zu 250 Euro für Personen vor, die sich beharrlich weigern. Wir sind bereit, diesen Rahmen auszuschöpfen, und können im Ausnahmefall sogar darüber hinaus gehen.» Die Landeshauptstadt hat rund 130 Bußgeldverfahren eingeleitet.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nach Angaben der Stadt verpflichtend für alle Menschen, die mit Bussen und Bahnen unterwegs sind, in Geschäften einkaufen oder bei der Ausübung ihres Berufs den Mindestabstand nicht einhalten können.

(dpa)

Prostituierte demonstrieren: «Für uns ist Hygiene nichts Neues»

14:33
06.08.2020
«Rotlicht an!» - das haben Prostituierte am Donnerstag bei einer Kundgebung auf dem Stuttgarter Wilhelmsplatz gefordert. Sexarbeit ist in Stuttgart wegen Corona seit Mitte Juli vollständig verboten und wird damit in der Landeshauptstadt weitaus strenger gehandhabt als in anderen Teilen der Republik, wie die Branche kritisiert. Gleichzeitig gebe es keine wirksamen Hilfen für die Betroffenen, die vornehmlich selbstständig seien und kaum finanzielle Rücklagen hätten.

«Während andere Bundesländer Prostitutionsbetriebe wie Laufhäuser, den Escort-Bereich, Tantra- und BDSM-Studios schrittweise wieder erlauben, wird hier jedwede sexuelle Handlung gegen Geld verboten», kritisiert eine Stuttgarter Sexarbeiterin. Sie ärgert das besonders deshalb, weil gerade ihre Branche schon lange auf Hygiene spezialisiert sei. «Für uns ist Hygiene nichts Neues. Wir wissen genau, wie man desinfiziert, dass gelüftet wird, in Zeiten von Corona auch länger. Wir arbeiten mit Masken und Handschuhen - was selbstverständlich ist, denn unsere Gesundheit ist unser Arbeitskapital», sagt die Frau.

Sexarbeiter sind Experten in Sachen Gesundheitsschutz, heißt es auch beim Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen. «Das haben sie seit Jahrzehnten bewiesen, indem sie sich und ihre Kunden erfolgreich vor sexuell übertragenen Krankheiten und auch Viren wie HIV schützen.» Wieso Massage-Studios wieder öffnen dürften, die Pendants der Sex-Branche wie etwa Tantra-Studios jedoch nicht, sei nicht nachzuvollziehen - es sei denn, es handele sich um eine gezielte Breitseite gegen die Branche, hieß es bei den Betroffenen.

(dpa)

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