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Kärnten: Maskenpflicht in Touri-Hotspots

11:46
08.07.2020
Das auch bei deutschen Urlaubern beliebte österreichische Bundesland Kärnten verhängt eine abendliche Maskenpflicht in Tourismus-Hotspots. An stark besuchten Orten wie Velden oder dem Wörthersee soll im öffentlichen Raum jede Nacht von 21.00 Uhr bis 2.00 Uhr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die Verordnung wird noch ausgearbeitet und soll am Freitag in Kraft treten, wie die Landesregierung am Mittwoch ankündigte. «Velden soll nicht zum Sommer-Ischgl werden», sagte Tourismus-Landesminister Sebastian Schuschnig (ÖVP) gegenüber Medien.

Das für seine Seen bekannte Bundesland mit rund 560 000 Einwohnern und aktuell nur 14 Corona-Fällen verzeichnet seit Mai wieder einen zunehmenden Touristenandrang. Seit Wochen gibt es Sorgen über damit einhergehende Gesundheitsrisiken. Appelle hätten nicht ausgereicht, um Ansammlungen ohne Abstands- und Hygienemaßnahmen zu verhindern, sagte Schuschnig. Sowohl die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden als auch die Vertreter der Gastronomie stünden hinter dem Plan.

(dpa)

Bäder rechnen mit erheblichem Defizit wegen Corona-Pandemie

11:45
08.07.2020
Die kommunalen Badbetreiber im Südwesten rechnen wegen der Corona-Pandemie mit Verlusten zwischen 100 000 und 150 000 Euro pro Bad. Dafür verantwortlich seien erheblich mehr Personal und Aufwand bei gleichbleibenden Betriebskosten und weniger Besuchern in dieser Saison, wie die Landesgruppe Baden-Württemberg des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) am Mittwoch mitteilte. Seit rund einem Monat dürfen Freibäder im Südwesten unter Auflagen wieder öffnen. Manche Freibäder haben wegen der Auflagen erst gar nicht aufgemacht.

Abstands- und Hygieneregeln sorgen dafür, dass nur eine bestimmte Zahl von Gästen in die Bäder darf - und nach Schätzungen der Betreiber ist nur ein Drittel der jeweils erlaubten Kapazität ausgelastet. Die VKU-Landesgruppe appellierte an die Landesregierung, die Badbetreiber finanziell zu unterstützen.

In Baden-Württemberg sind 199 kommunale Unternehmen im VKU organisiert.

(dpa/lsw)

Kommunen fordern Szenarien für mögliche Corona-Entscheidungen

11:40
08.07.2020
Nach den ersten Monaten der Corona-Krise und Erfolgen im Kampf gegen die Pandemie fordern die Städte eine Art Bedienungsanleitung für weitere mögliche Herausforderungen durch die Auflagen. «Es darf nicht mehr bei jedem Schulträger und in jedem Gesundheitsamt ein anderer Maßstab gelten», sagte Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags, am Mittwoch in Stuttgart. Kommunen müssten wissen, welche Szenarien es gebe, wenn sich zum Beispiel ein einzelner Lehrer oder Schüler infiziert. Auch private Veranstaltungen seien für die kommunalen Behörden «ein Buch mit sieben Siegeln, ein Corona-Loch», sagte Heute-Bluhm. Dabei seien gerade diese Feiern mögliche Hotspots für die Verbreitung des Virus.

Es sei nachvollziehbar, dass in der ersten Phase der Krise schnell und ohne zusätzliche Anhörungen entschieden werden musste, sagte Städtetagspräsident Peter Kurz (SPD). Die Zusammenarbeit mit dem Land habe auch weitgehend funktioniert. «In der Öffnungsphase hätten wir allerdings erwartet, wieder mehr einbezogen zu werden und mögliche Öffnungsszenarien frühzeitig miteinander zu diskutieren», kritisierte der Mannheimer Oberbürgermeister. Dadurch seien bei jedem einzelnen Schritt unnötige Hektik und fehlende Akzeptanz entstanden.

(dpa/lsw)

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