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Trump verhöhnt Facebook

15:15
20.02.2018
Der US-Nachrichtendienst FBI gab am Wochenende bekannt, nicht nur stichhaltige Beweise für die Beeinflussung der letzten US-Wahlen durch russische Trolle, sondern auch konkrete Personen im Visier zu haben. Hinzu kommt, dass Robert Mueller, der FBI-Sonderermittler in dieser Sache, vier Personen aus dem Umfeld von Trumps Wahlkampagne mit seinen Ermittlungen in Verbindung bringen konnte. Bad News für Trump, eigentlich. Aber der US-Präsident bekam unerwartete Schützenhilfe - von Facebook.
Und nun wird die Angelegenheit ein wenig kompliziert. Rob Goldman, Facebooks VP Ads, sah die Ergebnisse Muellers als positives Ergebnis für Facebook in Bezug auf die Fake-News-Debatte: Etwa, dass der Großteil russischer Werbeausgaben erst nach der Präsidentschaftwahl erfolgte. Oder, dass die streitbaren 3.300 russische Facebook-Ads im Tenor eher darauf ausgelegt waren, das US-Politiksystem ganz generell aufzumischen, statt einzelne Kandidaten zu diskreditieren oder zu unterstützen. Freimütig postete er seine Erkenntnisse auf Twitter, offenbar als Privatmann. Interessiert hat das kaum jemanden. Bis US-Präsident Donald Trump, aka @realDonaldTrump Goldmans Posts entdeckte - und sie eifrig an seine 48 Millionen Follower twitterte. Denn für Trump waren Goldmans Tweets eine astreine Bestätigung dafür, dass es keine russische Schützenhilfe war, die ihm zum Sieg verhalf. So hatte es Goldman natürlich nicht gemeint - und seine Tweets mittlerweile gelöscht.

Gabriella Bassu

Buch enthüllt: Zuckerberg befeuerte Aufstieg Snapchats

15:19
20.02.2018
Techcrunch-Redakteur Billy Gallaghers Buch "How to Turn Down a Billion Dollars: The Snapchat Story" ist ein Enthüllungsbuch über Snap, den Konzern hinter der Foto-und Video-App Snapchat. Wer sich dafür nicht interessiert, findet vielleicht diese Nebenhandlung spannend: Wie Facebook-CEO Mark Zuckerberg seinem Erzrivalen und Snap-Gründer Evan Spiegel aus Versehen so richtig groß machte.
Wie bei Instagram, WhatsApp oder Oculus Rift erkannte Zuckerberg Snapchats Potenzial und gab 2013 ein Kaufangebot ab. Drei Miliarden US-Dollar (heute ungefähr 2,4 Milliarden Euro) wollte er für die gelbe App mit dem weißen Geist bezahlen. Doch Spiegel lehnte ab. Damals nahm die App, so der Buchautor Gallagher, niemand wirklich ernst. Bilder und Posts, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden - allenfalls eine Spielerei für Teenager oder eine Methode, um schlüpfrige Sex-Nachrichten zu verschicken. Nichtsdestotrotz launchte Zuckerberg kurz darauf den Snapchat-Klon Poke. Die App floppte; trotzdem sprach plötzlich jeder über die Mechanik hinter der App - sich selbst zerstörende Bilder und Nachrichten. Ein Hype, von dem vor allem Snapchat profitierte, dessen Nutzerzahlen durch die Diskussion erst so richtig durch die Decke gingen, wie Gallagher feststellt. Und Zuckerberg? Kopiert seitdem stückchenweise Snapchat-Features wie Stories oder live-Videos in sein App-Universum.

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