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Instagram plant eigene Shopping-App

12:07
05.09.2018
Nach einem Bericht von The Verge zufolge entwickelt Instagram eine eigene E-Commerce-Plattform, die IG Shopping heißen soll.

Die App soll ein neuer Versuch sein, die Reichweite von aktiven Mitgliedern stärker zu monetisieren und eine eigene E-Commerce-Plattform zu starten. So könnten Nutzer, die Online-Shops und Marken folgen, Produkte und Angebote durchstöbern und direkt in der App kaufen. Händler könnten mithilfe der Funktion ihre Plattform weiter ausbauen. 

Im Jahr 2016 hat Instagram bereits ein Einkaufsfeature getestet und erweitert. So konnten Unternehmen Posts mit einzelnen Produkten versehen. Und seit einigen Monaten bietet Instagram Unternehmen an, in den Instagram Stories Produkte vorzustellen und mit einem Link zu versehen.

Wann IG Shopping tatsächlich verfügbar sein soll, ist nicht bekannt. 

LEAD Redaktion

Facebook Watch: Die Konkurrenz für YouTube

12:33
29.08.2018
Facebook startet einen groß angelegten Angriff auf die Dominanz der Google-Plattform YouTube bei Online-Videos. Das Online-Netzwerk macht sein Konkurrenz-Angebot Watch auf einen Schlag fast überall auf der Welt verfügbar. Bisher war die Facebook-Plattform seit einem Jahr nur in den USA aktiv. Bei Watch werden Videos aus Facebook-Seiten an einem Ort gebündelt. Facebook zeigt aber zum Beispiel auch an, welche Videos Freunden gefallen
haben oder von ihnen geteilt wurden.

Auf Watch erwartet die Nutzer zum einen ein personalisierter Video-Feed und zum anderen eine Watch-Liste mit allen von ihnen abonnierten Seiten, die Videoinhalte veröffentlicht haben. Darüber hinaus werden mit der Zeit soziale Video-Features wie Watch Partys, Premieren und weitere interaktive Video-Tools auf die Videoplattform entwickelt. Alle Videos, die auf verifizierten Facebook-Seiten sowie nicht-verifizierten Seiten mit mehr als 5.000 Fans veröffentlicht wurden, können auf Watch angezeigt werden. 

Monetarisierung von Videos

Mit der Einführung von Watch möchte Facebook Creator und Videoproduzenten in zwei Bereichen untersützen: Bei der Monetarisierung ihrer Videos mit Werbepausen und ein neues Creator Studio, dem Analyse-Tool mit detailliertere Informationen, wie Inhalte bei den Menschen ankommen. Facebook behält 45 Prozent der Werbeerlöse. Das Video-Monetarisierungsprogramm ist bisher in den USA, Großbritannien, Irland, Neuseeland und Australien vollständig eingeführt und für entsprechend geeignete Seiten verfügbar. Im September wird das Programm unter anderem auch nach Deutschland ausgeweitet. Weitere Länder folgen.

"Wir wissen, dass es eine gewaltige Konkurrenz um die Zuschauer gibt", räumte die zuständige Facebook-Managerin Fidji Simo ein. YouTube gilt als klare Nummer eins bei Internet-Video.

Facebook ist auch in Gesprächen mit der Fernsehbranche und wirbt unter anderem mit der Aussicht auf eine stärkere Personalisierung des TV-Konsums für die Plattform. Facebook mit
seinen über zwei Milliarden Nutzern weltweit wolle der Ort sein, an dem Videoinhalte gemeinsam mit Freunden und Familie angesehen und diskutiert werden. Umfragen und Abstimmungen sollen die Zuschauer stärker einbinden - bis hin zu Entscheidungen, welche Richtung eine Geschichte nehmen soll.

Um ein Video montarisieren zu können, gibt es mehrere Voraussetzungen:
  • die Videos müssen mindestens drei Minuten lang sein
  • in den letzten zwei Monaten insgesamt mehr als 30.000 1-Minuten-Ansichten vorweisen
  • mindestens 10.000 Facebook-Follower 
  • Facebook-Monetarisierungsrichtlinien erfüllen 
  • und sich in einem Land befinden, in dem Werbepausen verfügbar sind. Creator und Videoproduzenten können über diesen Link prüfen, ob sie teilnahmeberechtigt sind und hier die Teilnahme beantragen

In den USA bereits erfolgreich

In den USA besuchten inzwischen monatlich 50 Millionen Nutzer die  Watch-Plattform für mindestens eine Minute, sagte Simo. Die Länge der insgesamt angesehen Videos sei 14 Mal höher als zu Jahresbeginn. In den USA gibt es auch Eigenproduktionen speziell für Watch, in Europa  ist das bisher nicht geplant. Wie auch die anderen Facebook-Dienste  wird Watch nicht in China sowie Ländern wie Nordkorea verfügbar sein. 

Watch startet im Rest der Welt zunächst auf Smartphones mit dem  Google-System Android, Apples iPhones sollen folgen. Fernsehgeräte stünden ebenfalls im Fokus, sagte Simo. Facebook hat bereits eine  Video-App für vernetzte Fernseher und Streaming-Boxen. Für Facebook soll Watch auch das Problem lösen, dass die Newsfeeds der Nutzer  stärker auf Beiträge von Familie und Freunden ausgerichtet wurden. Damit wurden Videos dort weniger sichtbar - und das schränkt auch die Möglichkeiten zum Geldverdienen mit Werbung ein. 

Lead-Redaktion/dpa

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