Im Kampf gegen Fakenews und ausländische Einflussnahme auf politische Prozesse will Facebook in Zukunft auf analoge Methoden zurückgreifen: Wer in den Vereinigten Staaten Wahlwerbung auf der Plattform veröffentlichen möchte, muss künftig nachweisen, dass sich sein Wohnsitz in den USA befindet. Hierfür müssen Werber einen Code freischalten, den ihnen Facebook per Postkarte an die angegebene US-Adresse schickt. Erst dann können sie Anzeigen schalten.
Die Regelung gilt Facebook zufolge für jegliche politische Werbung, in denen ein Kandidat namentlich genannt wird und soll bereits im Wahlkampf zu den im November 2018 stattfindenden Kongresswahlen eingesetzt werden. Wie Facebook sicherstellen will, dass etwa ausländische Agenten nicht einfach über Mittelsmänner Wohnadressen in den USA registrieren und damit die Sicherheitsprüfung bestehen, sagte das Unternehmen nicht.
Facebook reagiert damit unter anderem auf die heftige Kritik, die sozialen Netzwerken in den vergangenen Wochen aufgrund ihrer laschen Handhabung ausländischer Trolle und Bots während der US-Präsidentschaftswahlen 2016 zuteil wurde.