IHK Dresden-Geschäftsstellenleiter Görlitz Frank Großmann zur heute im Rahmen eines Fachgesprächs verabschiedeten „Görlitzer Erklärung“:
„Die IHK Dresden unterstützt die Görlitzer Erklärung. Der Planungsstand zur Elektrifizierung der grenzüberschreitenden Bahnstrecke Dresden-Görlitz-Breslau ist nicht zufriedenstellend und muss mit neuem Schwung angegangen werden.
Vor dem Hintergrund, dass das Vorhaben bereits vor 15 Jahren per Staatsvertrag zwischen Deutschland und Polen beschlossen wurde, aber bis heute auf deutscher Seite noch nichts passiert ist, sehen wir uns ein Stück weit von der Politik im Stich gelassen. Zumal die polnischen Partner ihre Hausaufgaben gemacht haben und auf ihrer Seite das Projekt fast abgeschlossen ist. Wenn wir nicht nachziehen steht einiges auf dem Spiel: sollte in den nächsten zwei Jahren kein Fortschritt erreicht werden, wird es keinen durchgängigen Schienengrenzverkehr mehr geben und Görlitz als Drehkreuz den Anschluss verlieren.
Die Elektrifizierung wird dabei von allen regionalen Partnern sowie der Landes- und Kommunalpolitik unterstützt – einzig der Bund steht noch auf der Bremse. Hier erwarten wir, dass – auch vor dem Hintergrund anderer politischer Entscheidungen mit strukturellen Auswirkungen auf den hiesigen Wirtschaftsstandort – die Bundespolitik die Lausitz stärker ins Blickfeld nimmt und endlich die Elektrifizierung des sächsischen Streckennetzes zwischen Dresden und Görlitz voranbringt.“
Stephan Kühn MdB Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Deutsche Bahn Konzern