Spielbericht - 1⃣.Männer-Mannschaft (Punktspiel)
Regionalliga - 25.Spieltag - Sonntag, 17.03.2019 - 13:30 Uhr
FC Oberlausitz Neugersdorf 🆚 FSV Union Fürstenwalde 0⃣:0⃣ (0⃣:0⃣)
Tore: -
Torlos trennten sich der abstiegsbedrohte FC Oberlausitz und Union Fürstenwalde in einem sehr kampfbetontem Regionalligaspiel. Die Gastgeber rackerten bis zum Schluß aufopferungsvoll um den ersten Sieg seit Anfang Oktober – umsonst. Union war am Ende mit dem gewonnenen Punkt sehr zufrieden.
„Wir wußten, daß das heute, vor allem bei diesem tiefen Boden, ein schweres Spiel wird. Wir wollten kompakt stehen, hinten die Null halten und sehen, was nach vorn geht. Das ist uns in der ersten Halbzeit richtig gut gelungen, wir hatten mehrere Möglichkeiten.“ André Meyer, Unions Trainer meinte damit vor allem den herrlichen 18-Meter-Schuß von Nils Stettin, den Neugersdorfs Torhüter Jiří Havránek mit einer tollen Parade aus dem Eck kratzte (40.), zudem bot sich Kimmo Hovi aus spitzem Winkel eine gute Möglichkeit (21.) und Ben Meyers Kopfball aus Nahdistanz war zu unplaziert, um Havránek zu überwinden (21.). Viel mehr torgefährliche Aktionen konnten sich die anfangs feldüberlegenen Fürstenwalder in der ersten Halbzeit aber nicht erspielen, was auch an den Neugersdorfern lag. Die zeigten sich kompromißlos in der Abwehr, machten hinten zunächst dicht und versuchten mit langen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken. Doch in der Offensive fanden sich kaum Abnehmer. „Vorn fehlte uns ein Reißer. In der nächsten Woche ist Bocar Djumo wieder da, der uns im Angriff sicher weiterhelfen wird.“ Thomas Hentschel mußte auf den Angreifer diesmal verzichten, weil der eine Gelbsperre abbrummte. Bei seiner Mannschaft zeigte Jakub Moravec den meisten Zug zum Tor, der zielte bei seinen Distanzschüssen aber auch nicht genau genug (19., 25.), um Paul Büchels Gehäuse ernsthaft in Gefahr zu bringen. So verlief der erste Durchgang ziemlich ereignisarm, die 212 Zuschauer erlebten ein Spiel, daß zumeist zwischen den Strafräumen stattfand und nur wenige Höhepunkte hervorbrachte.
Nach dem Wechsel gewann die Begegnung deutlich an Niveau, was vor allem an den Gastgebern lag, die nun den unbedingten Willen zeigten, diese Partie zu gewinnen. Angetrieben vom unermüdlichen Lukas Knechtel sowie vom laufstarken Jaroslav Dittrich gewannen die Neugersdorfer immer mehr die Oberhand. Dittrich (47.) und Verteidiger Vaněk (54.) versuchten sich zunächst aus der Distanz – erfolglos. Doch dann waren die Gastgeber der Führung ganz nah. Nach einem weiten Ball von Jan Šisler ließ Knechtel Wunderlich und Zurawsky ins Leere laufen und traf aus 15 Metern nur den Außenpfosten (56.). Es war die beste Möglichkeit für die Oberlausitzer, auch, weil es für Wunderlichs Einsatz gegen Knechtel keinen Strafstoß gab (58.). Doch die Neugersdorfer ließen sich nicht beirren, kämpften weiter unverdrossen, zeigten Siegeswillen und rückten nun auch die spielerischen Elemente mehr in den Vordergrund als zuvor. Büchel stand jetzt öfters im Brennpunkt. So entschärfte er Schüsse von Moravec (67.) und Šisler (68.) und hatte Glück, daß nach Knechtels Eingabe Šisler den Ball aus spitzem Winkel in die Wolken jagte (72.). Fürstenwaldes Trainer sah „… in der zweiten Halbzeit eine Abwehrschlacht für uns. Uns ging es darum, mit einem Punkt nach Hause zu fahren.“ Offensiv fiel seine Mannschaft kaum noch auf, lediglich ein Volleyschuß von Stettin brachte noch einmal Gefahr (82.). Beide Kontrahenten schenkten sich weiter nichts, es blieb ein kampfbetontes Spiel bis zum Schluß. Die Neugersdorfer zeigten dabei bis zum Abpfiff den größeren Siegeswillen, der läuferische Aufwand auf dem tiefen und schweren Boden der Sparkassen-Arena war enorm, doch eben auch nicht von Erfolg gekrönt. Im Sturm fehlte die Effektivität und auch jemand, der mal auf einen Abpraller spekuliert. So blieb der Aufwand am Ende unbelohnt. Trotzdem war Trainer Hentschel mit dem Auftritt seiner Jungs nach der Partie mehr als zufrieden: „Unter dem Strich sehe ich das Spiel positiv, wie die Mannschaft arbeitet, wie sie sich verkauft und alles probiert hat. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die bis zur letzten Sekunde das Spiel gewinnen wollte. Wir werden den Klassenerhalt schaffen, da bin ich mir sicher, weil diese Truppe das auch will.“
Jens Kölz
FC Oberlausitz Neugersdorf:
Havranek - von Brezinski, Wolf, Vanek, Rosa - Petrick, Sisler - Dittrich, Moravec, Knechtel (74.Djahdou) - Bravo (61.Behling)
FSV Union Fürstenwalde:
Büchel - Wunderlich, Köster, Krstic, Meyer - Zurawsky - Stagge, Sejdija, Häußler (70.Schulz) - Hovi (58.Bolyki), Stettin
Zuschauer: 212
SR: Oliver Lossius
SRA: Richard Lorenz, Daniel Bartnitzki