📝 📝 Vorbericht zum Regionalliga-Heimspiel gegen Fürstenwalde 📝 📝
„Wir tun alles Menschenmögliche, es muss gespielt werden.“ Nach den beiden Ausfällen in Bischofswerda sowie gegen Hertha BSC II hofft Trainer Thomas Hentschel, daß der Wettergott ein Einsehen hat und die Partie am Sonntag gegen Union Fürstenwalde zulässt. Der Anstoß wäre dann 13:30 Uhr.
Noch ist es nicht so schlimm wie in der Vorsaison, als der FCO zwischenzeitlich mit fünf Partien im Spielplan zurücklag und, da zudem noch zwei Mittwochsrunden angesetzt waren, sieben Englische Wochen am Stück absolvieren musste. „Aber jedes Spiel, das ausfällt, wird uns später wehtun.“ Gerade eingedenk des Tabellenstandes ist es dem Trainer wichtig, dass die Mannschaft den Rhythmus aufrechterhalten kann, wobei ihm im Grunde egal ist, auf welchen Kontrahenten seine Truppe trifft: „In unserer Situation brauchen wir uns nicht nach dem Gegner zu richten, wir müssen unsere Punkte selbst holen“ – wie das den Gästen aus Fürstenwalde in den letzten Partien gelungen ist.
Als die Neugersdorfer in der Hinrunde in der Bonava-Arena aufliefen, waren die Rollen anders verteilt als am kommenden Wochenende. Der FCO gewann 3:0, Union war nach dieser Begegnung am Tiefpunkt angelangt - abgeschlagener Tabellenletzter mit gerade einmal einem Punkt aus acht Spielen. Doch statt auf die „üblichen Mechanismen“ zu vertrauen, setzte Fürstenwalde auf Kontinuität. Trainer André Meyer, jüngerer Bruder von Aue-Trainer Daniel Meyer, durfte bleiben. Nach dieser Partie gelang die Wende, er führte seine Mannschaft ins gesicherte Mittelfeld. Grundlage ist die wiedergewonnene Heimstärke. In diesem Kalenderjahr blieben die Unioner mit drei Siege zu Hause verlustpunktfrei. Auswärts lief es zuletzt jedoch nicht ganz so rund, in Leipzig (0:5) und Nordhausen (0:4) war nichts zu holen.
„Fürstenwalde konnte sich mit guten Resultaten aus dem Tabellenkeller herausmanövrieren“ hat Thomas Hentschel Respekt vor dem kommenden Gegner. Doch die gute kämpferische Leistung seiner Mannschaft zuletzt gegen Viktoria nährt den Optimismus des Trainers: „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir noch einmal so kämpfen, wie gegen die Berliner.“ Deren Torhüter Flauder mussten sich in Neugersdorf nach 613 Minuten, also nach mehr als zehn Stunden erstmals wieder geschlagen geben. Lukas Knechtels Führungstor wurde beim MDR zum „Volltreffer der Woche“ gekürt, es war der erste der Neugersdorfer, seit diese Wahl eingeführt wurde. Knechtel brachte seine Mannschaft übrigens auch im Hinspiel in Fürstenwalde auf die Siegerstraße. Die weiteren Treffer markierten damals Jan Šisler und Bocar Djumo, dessen Gelbsperre nun für das Fürstenwalde-Spiel gilt.
Eine erfreuliche Meldung gibt es übrigens aus dem Krankenlager. Josef Marek, der bisher gerade einmal zwei Spiele über die volle Distanz absolvieren konnte, befindet sich derzeit im Lauftraining. Nach seinen beiden Knöcheloperationen kann er wieder beschwerdefrei joggen. Mit etwas Geduld wird er der Mannschaft in der letzten Phase der Saison vielleicht mit Toren helfen können. Am Sonntag ist sein ein Einsatz allerdings noch ausgeschlossen.
Wie dem auch sei, es bleibt zu hoffen, dass Schiedsrichter Oliver Lossius die Partie am Sonntag auch tatsächlich anpfeifen kann.
Jens Kölz