20 Jahre Museum Kirche zum Heiligen Kreuz – Großes Zittauer Fastentuch (1472)
In diesem Jahr jährt sich die Eröffnung des Museums Kirche zum Heiligen Kreuz mit der Dauerpräsentation des Großen Zittauer Fastentuches von 1472 zum 20. Male – zweifellos eine Erfolgsgeschichte. Seit 1999 haben weit mehr als eine halben Millionen Menschen aus aller Welt diese einzigartige Museumskirche besucht. Ein Blick in die Besucherbücher macht die Begeisterung deutlich, der so viele Leute hier erlegen sind. Vor diesem Hintergrund vergisst man machnachmal, welche ungeheure Kraftanstrengung nötig war, um aus dem zerrissenen Fastentuch und der ruinösen Kreuzkirche ein Museum mit einer derartigen Strahlkraft zu machen. Seit 2017 wird in Zittau mit der Klosterkirche ein zweiter großer Kirchenraum museal genutzt. Er ist ebenfalls Teil der Städtischen Museen und Präsentationsort des Zittauer Epitaphienschatzes. Anders als die Kreuzkirche ist dieses Gotteshaus nicht entwidmet, sondern wird nach wie vor für besondere Gottesdienste genutzt. Diese Lösungen in einer Stadt zeigen bereits sehr verschiedene Wege, wie mit dem sakralen Erbe umgegangen werden kann. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen bereitet der Verein Zittauer Fastentücher gemeinsam mit den Städtischen Museen für den 13. und 14. September eine wissenschaftliche Konferenz mit dem Thema „Probleme und neue Wege bei der Nutzung von Kirchenräumen vor. Eine ganze Reihe interessanter Beiträge sind dazu bereits angemeldet worden. Interessenten sind heute schon herzlich eingeladen.
Das Foto links zeigt den großen Besucheransturm am 12.06.1999, dem Tag der Eröffnung. Das mittlere Foto macht deutlich, in welch erschreckenden Zustand die Kreuzkirche vor ihrer Sanierung war. Auf dem rechten Bild legt die Restauratorin Dr. Mechthild Flury Lemberg noch einmal Hand an. Sie feiert übrigens in den nächsten Tagen ihren 90. Geburtstag, zu dem wir ihr ganz herzlich gratulieren.