Unser Ehrenmitglied feierte seinen 80. Geburtstag
Kultur braucht bürgerschaftliches Engagement und Mäzenatentum. Die Zittauer Museen können beides vorweisen. Seit es sie gibt – und das seit immerhin 1564 – haben Bürger der Stadt dafür gesorgt, dass die Sammlungen immer umfangreicher und deren sorgsame Bewahrung zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen wurden. Auch Mäzene gab es, aber sie sind in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts weggebrochen. Umso glücklicher können sich die Museumsleute schätzen, dass sich nach der Wende jemand im tiefen Westen fand, dem die Bedeutsamkeit unserer Museen vermittelt werden konnte und der sie seither immer wieder ideell und materiell unterstützte. Der Name Knippenberg hat seither in Zittau einen guten Klang. Am 13. Januar feierte Franz Knippenberg – seit 2009 Ehrenbürger – seinen 80. Geburtstag. Oberbürgermeister Thomas Zenker sowie die ehemaligen Museumsdirektoren Dr. Dudeck und Dr. Winzeler waren dabei und ehrten den Jubilar mit kurzen Ansprachen. Wie schon zu den vorhergegangenen runden Geburtstagen bat Herr Knippenberg seine Gäste, auf persönliche Geschenke zu verzichten und stattdessen für den Verein Zittauer Fastentücher zu spenden, dessen Ehrenmitglied er ist. Das Geld wird für das 20. Jubiläum der Eröffnung des Museums Kirche zum Heiligen Kreuz – Großes Zittauer Fastentuch im September 2019 Verwendung finden. Neben einer Festveranstaltung am 13.09. ist eine Konferenz geplant, die sich dem Thema „Probleme und neue Wege bei der Nutzung von Kirchenräumen“ widmen wird. Übrigens geht der Begriff „Mäzen“ auf den Römer Gaius Maecenas zurück, der zum Beispiel die Dichter Horaz und Vergil förderte. Die Fotos sind eine Erinnerung an die Geburtstagsfeier und illustrieren ein wenig die langjährige Freundschaft zwischen den Knippenbergs und den Zittauer Museen.