Für die DKB werden inzwischen sogar nachhaltige Aktienpakete angeboten, außerdem unterschiedliche Schwerpunkte und Anbieter. Auch bei der Tomorrow kann gewählt werden, in welches nachhaltige Projekt investiert wird. Aber wie ist das für Kunden zu erkennen? Schmid berichtet aus der Kunden-Sicht. Früher empfand sie den Markt als unübersichtlich, inzwischen gibt es mehr Labels und Banken, die sich dafür einsetzen. Aber man bräuchte noch mehr, so Gruber, damit es für die Kunden genauso klar wird wie das Bio-Merkmal beim Supermarkt. „Vielen ist aber auch nicht bewusst, dass sie ihr Geld nachhaltig anlegen können“, erklärt Schmid aufgrund ihrer Forschungen.
Das Problem ist aber, dass es auch viel „grünen Anstrich“ gibt, das kritisiert besonders Staack. Manches scheint sehr nachhaltig zu sein, bietet aber nur schönen Schein oder die eigentlichen Investments sind dann doch nicht so klar.
Reines Greenwashing soll es nicht sein, deshalb ist Gruber gegen zu schlichte Modelle, bei denen man Bäume gegen seinen CO2-Abdruck pflanzen lässt. Aber zur Bewusstmachung, da sind sich Staack und Schmid einig, sind solche Projekte sehr hilfreich.