Letztes Update:
20200603182130

17:23
03.06.2020
George Floyd wurde nach Ansicht seines Anwalts "zu Tode gefoltert". Der 46-Jährige habe um Luft gerungen wie ein Fisch auf dem Trockenen, sagt Benjamin Crump vor Journalisten in Minneapolis. Alle Polizeibeamten, die an seiner Festnahme beteiligt waren, müssten festgenommen und angeklagt werden. In den USA dürften Schwarze von der Justiz nicht anders behandelt werden als Weiße, fordert der Anwalt. "Die ganze Welt schaut zu", betont er in Anspielung auf die Proteste.
Ein Sohn Floyds, Quincy Mason, sagt: "Wir wollen Gerechtigkeit für das, was gerade passiert." Die vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden nach Bekanntwerden von Videos des Einsatzes entlassen. Der Polizist, der auf Floyd gekniet hatte, wurde inzwischen festgenommen und angeklagt.

Donald Trumps Auftritt am Montagabend war von einem umstrittenen Einsatz der Sicherheitskräfte begleitet worden. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

16:45
03.06.2020
US-Verteidigungsminister Mark Esper distanziert sich nicht nur von einem möglichen Militäreinsatz, sondern auch von dem umstrittenen Auftritt von Präsident Donald Trump am Montagabend vor einer Kirche nahe des Weißen Hauses in Washington. Dabei hatten Sicherheitskräfte Demonstranten unter anderem mit Tränengas gewaltsam zurückgedrängt. Vor der Kirche war auch Esper anwesend. Nun aber sagt er, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass ein solcher Fototermin geplant gewesen sei. Er tue, was er könne, um sich und sein Ministerium aus der Politik herauszuhalten. Dies sei nicht immer einfach, vor allem je näher der Wahltermin im November rücke.
Zudem beklagt Esper, was George Floyd widerfahren sei, geschehe zu oft in den USA: "Rassismus ist eine Realität in Amerika." Zwar hat auch Trump Floyds Tod mehrfach scharf verurteilt und das Recht auf friedliche Proteste betont. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren.