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Wilhelma öffnet wieder - mit Maskenpflicht und Online-Tickets

16:18
10.05.2020
Die Stuttgarter Wilhelma öffnet sich nach fast zweimonatiger Corona-Schließung am Montag wieder für Besucher. Allerdings sind Teile des zoologisch-botanischen Gartens, der zu den größten Europas zählt, für das Publikum noch gesperrt, darunter die Gewächshäuser, das Amazonien-Haus und alle weiteren Gebäude. Auch der Streichelzoo und die begehbaren Volieren sind nicht zugänglich.

Und es gibt noch mehr Veränderungen: Um Menschenansammlungen zu vermeiden, sind Führungen und kommentierte Fütterungen gestrichen. Tickets können nur online gekauft werden, damit keine Warteschlangen entstehen. Auf dem Gelände besteht Maskenpflicht. Die Zahl der Buchungen ist auf 4000 am Tag begrenzt - an guten Wochenenden besuchen 15 000 bis 18 000 Menschen täglich die Wilhelma. «Je geduldiger und maßvoller wir die Öffnung angehen, umso größer ist die Chance, dass dieses Experiment dauerhaft gelingt», betonte Wilhelma-Chef Thomas Kölpin.

Nicht nur für die Menschen sei es wichtig, wieder Flora und Fauna genießen zu können. Auch für viele Tiere wie Affen, Raubkatzen und Seelöwen sei es eine willkommene Abwechslung, wenn sich der Park wieder mit Leben füllt. Kölpin erwartet eine große Nachfrage nach Eintrittskarten. Die Besucher können jetzt auch den während der Schließzeit geborenen Nachwuchs unter anderem bei den Totenkopf-Affen, den Gänsegeiern, den Kamerunschafen und den Poitou-Eseln anschauen. Die Wilhelma, ein Landesbetrieb, zeigt an die 11 000 Tiere aus 1200 Arten.

Von Montag an ist im Südwesten auch Sport unter freiem Himmel und ohne Körperkontakt wieder erlaubt: Freiluft-Sportanlagen wie Golf- oder Tennisplätze, Reitanlagen und Hundeschulen dürfen wieder öffnen. Gleiches gilt für Fahrschulen, Sportboothäfen und den Luftsport. Auch Sonnenstudios, Massage-, Kosmetik- und Nagelstudios können ihre Dienste wieder anbieten. Musikschulen dürfen mit Einschränkungen wieder loslegen.

(dpa/lsw)

1125 bestätigte Covid-19-Fälle im Ortenaukreis

13:14
10.05.2020
Im Ortenaukreis gelten inzwischen 930 an COVID-19 erkrankten Personen als geheilt. Da ein genaues Datum der Genesung für die meisten Fälle nicht vorliegt, wird die Zahl nach dem Algorithmus des Robert-Koch-Instituts (RKI) geschätzt.

Die Fallzahl der nach einem positiven Labornachweis bestätigten Corona-Infizierten erhöht sich gegenüber gestern um drei weitere Personen auf nun 1125 (Stand: 14 Uhr). Die an das Landesgesundheitsamt übermittelten neuen Covid-19-Fälle stammen aus Berghaupten, Schwanau und Offenburg. Die Zahl der aktuell Infizierten beträgt 92.

Um bei lokalen Ausbrüchen den Überblick über Infektionsketten und Kontaktpersonen zu behalten, müssen Landkreise mit mehr als 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen. Am 10. Mai 2020 beträgt der Wert für die übermittelten Fälle der letzten sieben Tage im Ortenaukreis „8“.
103 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 im Ortenaukreis verstorben, 62 Männer und 41 Frauen, der Altersdurchschnitt liegt dabei bei 82 Jahren. Der jüngste Verstorbene war 37 Jahre und der älteste 98 Jahre. Von den Todesfällen waren 61 Prozent der Personen 80 Jahre und älter und 33 Prozent zwischen 60 und 79 Jahren. Bezogen auf die gemeldeten Todesfälle pro 100.000 Einwohner steht der Ortenaukreis an 10. Stelle in Baden-Württemberg.

Landratsamt Ortenaukreis

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