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Zoos im Südwesten lassen wieder Besucher herein

13:54
06.05.2020
Die ersten Zoos im Südwesten haben wieder geöffnet: Nach fast acht Wochen Schließung wegen des Coronavirus durften die ersten Dauerkartenbesitzer am Mittwoch den Karlsruher Zoo besuchen. Bereits mit der Öffnung der Tore am Morgen kamen etliche Freunde des Zoologischen Stadtgartens in die Anlage.

Die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen, ist zunächst auf maximal 2000 beschränkt. Eine vorherige Reservierung ist erforderlich. «Wir sind sehr froh, dass wir überhaupt wieder Menschen in den Zoo lassen dürfen», hatte Direktor Matthias Reinschmidt bereits am Montag gesagt. Ganz ähnliche Regelungen gelten für den Zoo in Heidelberg und das Blühende Barock in Ludwigsburg, die ebenfalls am Mittwoch wieder öffneten. Die Wilhelma in Stuttgart zieht am Montag nach.

Einzeltickets werden in Karlsruhe erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkauft. Im Eingangsbereich müssen Besucher eine Mund-Nasen-Maske tragen, auf dem Gelände gelten Abstandsregeln. Alle Tierhäuser bleiben zunächst geschlossen, es gibt keine Führungen oder kommentierte Fütterungen. Vor manchen Gehegen weisen Markierungen die Besucher darauf hin, beim Betrachten der Tiere den Abstand nicht zu vergessen; auf den Wegen erinnern Plakataufsteller an die Gefahren des Coronavirus.

Kinder dürfen sich seit Mittwoch auch wieder auf den Tausenden Spielplätzen in Baden-Württemberg austoben. Zusammen mit der Öffnung des Zoos und der Museen kehre ein «großes Stück Lebensqualität zurück in unsere Stadt», hatte Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) angekündigt. Allerdings gilt auch für Spielplätze das bekannte Abstandsgebot. In Stuttgart sollen die 580 Spielplätze Schritt für Schritt im Laufe der Woche wieder freigegeben werden.

(dpa/lsw)

Kein Popcorn mehr für die Affen in Salem

13:22
06.05.2020
Für die Fans des Affenbergs in Salem am Bodensee gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Die beliebte Parkanlage öffnet am 25. Mai wieder - das Füttern der Tiere mit Popcorn ist aber nicht mehr möglich. Dadurch solle das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus für Mitarbeiter und Besucher, aber auch für die Berberaffen minimiert werden, erklärte Parkdirektor Roland Hilgartner am Mittwoch. «Wir wollen Menschenansammlungen vermeiden, die bei der Fütterung entstehen.» Die Mitarbeiter verteilten deshalb nicht mehr wie üblich Popcorn an Besucher.

Für die Affen sei das Popcorn sowieso nur ein kleiner Snack, sagte Hilgartner. Die Tiere fressen seinen Worten zufolge vor allem Getreide, Obst und Gemüse. Für Besucher dagegen sei die Popcorn-Fütterung ein Highlight. Der Parkdirektor hofft auf Verständnis und sieht eine Chance in der kleinen coronabedingten Revolution am Affenberg, den man dann nur noch mit Mund-Nasen-Schutz und Online-Ticket betreten darf. «Jetzt, wo die Affenfütterung nicht mehr im Vordergrund steht, wird man vielleicht andere spannende Facetten am Verhalten der Tiere entdecken.»

Rund 200 Berberaffen sind auf dem Affenberg zu Hause und können sich in dem Waldstück frei bewegen.

(dpa/lsw)

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