Die ersten Zoos im Südwesten haben wieder geöffnet: Nach fast acht Wochen Schließung wegen des Coronavirus durften die ersten Dauerkartenbesitzer am Mittwoch den Karlsruher Zoo besuchen. Bereits mit der Öffnung der Tore am Morgen kamen etliche Freunde des Zoologischen Stadtgartens in die Anlage.
Die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen, ist zunächst auf maximal 2000 beschränkt. Eine vorherige Reservierung ist erforderlich. «Wir sind sehr froh, dass wir überhaupt wieder Menschen in den Zoo lassen dürfen», hatte Direktor Matthias Reinschmidt bereits am Montag gesagt. Ganz ähnliche Regelungen gelten für den Zoo in Heidelberg und das Blühende Barock in Ludwigsburg, die ebenfalls am Mittwoch wieder öffneten. Die Wilhelma in Stuttgart zieht am Montag nach.
Einzeltickets werden in Karlsruhe erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkauft. Im Eingangsbereich müssen Besucher eine Mund-Nasen-Maske tragen, auf dem Gelände gelten Abstandsregeln. Alle Tierhäuser bleiben zunächst geschlossen, es gibt keine Führungen oder kommentierte Fütterungen. Vor manchen Gehegen weisen Markierungen die Besucher darauf hin, beim Betrachten der Tiere den Abstand nicht zu vergessen; auf den Wegen erinnern Plakataufsteller an die Gefahren des Coronavirus.
Kinder dürfen sich seit Mittwoch auch wieder auf den Tausenden Spielplätzen in Baden-Württemberg austoben. Zusammen mit der Öffnung des Zoos und der Museen kehre ein «großes Stück Lebensqualität zurück in unsere Stadt», hatte Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) angekündigt. Allerdings gilt auch für Spielplätze das bekannte Abstandsgebot. In Stuttgart sollen die 580 Spielplätze Schritt für Schritt im Laufe der Woche wieder freigegeben werden.