Ohne Hilfen von Bund und Land sieht der Mannheimer Nachtbürgermeister ein Bar- und Clubsterben infolge der Corona-Krise kommen. «Wir haben zwar noch keine Insolvenzen, aber etliche Betreiber kämpfen», sagte Deutschlands erster «Night Mayor», Hendrik Meier, der Deutschen Presse-Agentur. Mit zinslosen Darlehen, wie sie etwa die Stadt Mannheim anbietet, sei die Branche nicht zu retten - «das verschiebt die Probleme auf das nächste Jahr». Es brauche Zuschüsse. Und die Soforthilfe des Landes für Kleinunternehmer von 9000 Euro sei bald aufgebraucht. «Viele leben von der Hand in den Mund.» Außerdem wachse der Unmut der Kleinunternehmer, weil ihnen jegliche Öffnungsperspektive fehle.
Meier wollte im Juli aus dem Amt scheiden, bleibt nun aber wegen der Corona-Krise bis Ende des Jahres. Ab August wird er dann mit seinem Nachfolger fünf Monate lang im Tandem arbeiten. Um die Position haben sich 30 Menschen bei der Stadt beworben, je zur Hälfte Männer und Frauen.