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20200515175452

DFL hebt Maskenpflicht beim Spiel für Bundesliga-Trainer auf

14:55
15.05.2020
Die Deutsche Fußball Liga hat einen Tag vor den ersten Geisterspielen in der 1. und 2. Bundesliga die Maskenpflicht für Trainer aufgehoben. «Durch einen Mund-Nasen-Schutz würde ihre Tätigkeit als Trainer – inklusive der Erteilung von Anweisungen sowie angewandter Mimik und Gestik – erheblich eingeschränkt. Eine durchgängige Wahrung der Abstandshaltung während des Spiels erachten wir als Schutzmaßnahme für die Trainer daher als ausreichend», sagte DFL-Direktor Ansgar Schwenken am Freitag bei bild.de. «Für alle anderen Personen auf der Ersatzbank sieht die Task Force beide Maßnahmen – Abstand und einen Mund-Nasen-Schutz – vor.»

Im DFL-Konzept der Taskforce stand bisher, dass auch die Coaches Masken während des Spiels benutzen müssen und diese nur für Anweisungen absetzen dürfen - wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zur nächsten Person gewährleistet ist. Dieser Abstand soll in der Coaching-Zone auch weiter gelten.

Nach «Bild»-Informationen haben sich einige Trainer beschwert, dass sie in ihrer Arbeit eingeschränkt wären. Paderborns Bundesliga-Coach Steffen Baumgart sagte am Donnerstag: «Da ich einer bin, der 90 Minuten durchspricht oder pfeift, wird die Maske denke ich nicht so viel zum Einsatz kommen. Aber ich habe sie dabei.»

(dpa)

Übersterblichkeit in Deutschland "vergleichsweise gering"

14:44
15.05.2020
Auch wenn im April mehr Menschen starben als im Durchschnitt ist laut Statistischem Bundesamt die sogenannte Übersterblichkeit in Deutschland «vergleichsweise gering». Das geht aus einer am Freitag in Wiesbaden veröffentlichten Sonderauswertung hervor. Für die jüngeren Daten nutzten die Statistiker die Sterbefallmeldungen der Standesämter. Damit liegen vorläufige Daten bis Mitte April vor.

In der Woche 13. bis 19. April 2020 starben in Deutschland demnach mindestens 18 693 Menschen: 1343 Fälle weniger als in der Woche davor, aber acht Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Da die Grippewelle seit Mitte März als beendet gilt, führen die Statistiker die «leichte Übersterblichkeit» auf die Corona-Pandemie zurück. Todesursachen werden in den Meldungen der Standesämter nicht erfasst.

«Im europäischen Vergleich ist das Ausmaß der sogenannten Übersterblichkeit in Deutschland vergleichsweise gering», bilanzierten die Statistiker. Italien berichtet laut Statistischem Bundesamt von einer um knapp 50 Prozent erhöhten Sterbefallzahl für den März im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Für den Ballungsraum Stockholm seien Anfang April sogar doppelt so hohe Sterbefallzahlen gemeldet worden.

In Frankreich war die Zahl der Todesfälle zwischen dem 1. März und dem 4. Mai 2020 um 22 Prozent höher als im gleichen Zeitraum im Vorjahr und 14 Prozent höher als 2018, wie die Statistikbehörde mitteilte. Regional gab es den stärksten Anstieg im Großraum Paris - hier wurde ein Anstieg um 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet - gefolgt von der an Deutschland grenzenden Region Grand Est (plus 49 Prozent).

(dpa)

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