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20200515135723

Im Südwesten schon über zwei Milliarden Euro Corona-Hilfe ausgezahlt

13:56
15.05.2020
Im Rahmen des Corona-Hilfsprogramms hat das landeseigene Förderinstitut L-Bank Stand Freitag bereits mehr als zwei Milliarden Euro Hilfsgelder ausgezahlt. Seit Beginn des Hilfsprogramms wurden von den zuständigen Handels- und Handwerkskammern demnach fast 260.000 bereits geprüfte Anträge weitergeleitet. Gut 26.000 Anträge wurden abgelehnt, mehr als 220.000 Anträge seien bewilligt worden und die Betriebe hätten Auszahlungen erhalten, heißt es in einer Aufstellung der L-Bank vom Freitag, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Die bisherige Soforthilfe richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens und beträgt für drei Monate insgesamt bis zu 9000 Euro für Solo-Selbstständige sowie Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. Darüber hinaus gibt es Hilfen von bis zu 15.000 Euro für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Das Land berät wegen der andauernden Corona-Krise aktuell über ein zweites Hilfspaket für die Wirtschaft. Im Mittelpunkt stehen neben der Gastronomie- und Hotelleriebranche weiterhin die Automobilindustrie, aber auch Kleinstunternehmen, Solo-Selbstständige und die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation.

(dpa/lsw)

Laptops und Tablets für 300.000 Schüler in Südwesten

13:25
15.05.2020
300.000 Laptops und Tablets sollen für Schüler in Baden-Württemberg angeschafft werden. Diese sollen dann ausgeliehen werden können, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Freitag in Stuttgart mitteilte. Es dürfe nicht sein, dass ein Kind benachteiligt sei, weil es zu Hause keinen Computer zur Verfügung habe. Insgesamt stehen für den Kauf der Geräte, Zubehör und Lehrerfortbildung 130 Millionen Euro zur Verfügung. 65 Millionen Euro kommen davon vom Bund und noch einmal die gleiche Summe vom Land.

Ziel sei eine schnellstmögliche Beschaffung der Geräte, sagte ein Sprecher von Eisenmann. SPD-Fraktionschef Andreas Stoch sagte, Eisenmann dürfe sich gerne häufiger der Ideen der Sozialdemokraten bedienen, dann wäre den Schülern schneller geholfen. FDP-Bildungspolitiker Timm Kern erklärte, nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer gelte es mit digitalen Endgeräten auszustatten. Union und SPD hatten wegen der Schulschließungen in der Corona-Krise vereinbart, eine halbe Milliarde Euro zusätzliche Hilfsgelder für Schüler und Schulen bereitzustellen. Das «Sofortausstattungsprogramm» sollen die Schulen auch für die Erstellung von Online-Lehrangeboten nutzen.

Bildungsexperten und Lehrerverbände hatten seit Beginn der Schulschließungen davor gewarnt, dass bestimmte Schüler abgehängt werden könnten, wenn zu Hause keine Geräte wie Laptops oder Tablets vorhanden seien oder wenn Eltern sie nicht genügend in der außergewöhnlichen Lernsituation unterstützten.

Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand, sagte in Stuttgart: «Die digitale Ausstattung der Schulen wird als katastrophal empfunden.» Er bezog sich dabei auf eine jüngste Befragung des Instituts forsa unter 260 Schulleitern in Baden-Württemberg. Befragt zu den größten Herausforderungen infolge der Schulschließungen wegen Corona gaben fast 40 Prozent der Schulleitungen an, dass dies die mangelhafte digitale Ausstattung der Schüler und Schulen sei.

(dpa/lsw)

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