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20200515072527

Corona-Krise lässt Gewinn von Finanzkonzern W&W einbrechen Ludwigsburg

07:05
15.05.2020
Die Corona-Krise hat dem Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) im ersten Quartal einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich verdiente W&W rund 25 Millionen Euro und damit gut zwei Drittel weniger als ein Jahr zuvor, wie das im SDax gelistete Versicherungs- und Bausparunternehmen bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Freitag in Ludwigsburg mitteilte. Zu einer konkreten Gewinnprognose für das laufende Jahr sieht sich das Management weiterhin nicht in der Lage. Der Überschuss dürfte allerdings unterhalb der mittelfristigen Zielspanne von 220 bis 250 Millionen Euro liegen.

Im ersten Quartal zogen der Absturz an den Finanzmärkten und Belastungen in der Betriebsschließungsversicherung die Finanzen von W&W in Mitleidenschaft. Allerdings konnte das Unternehmen seine Bruttoprämieneinnahmen im Versicherungsgeschäft um sechs Prozent auf gut 1,6 Milliarden Euro steigern.

(dpa)

Baden-Württemberg: Ab Montag öffnet die Gastronomie - nur wie?

05:10
15.05.2020
Einfach mal ausgehen, ins Lieblingsrestaurant oder die Stammkneipe - das soll theoretisch ab Montag wieder möglich sein. Allerdings sind die Wirte noch von vielen Fragen geplagt.

Nach wochenlanger Corona-Zwangspause darf die Gastronomie im Südwesten ab Montag jedenfalls teilweise wieder den Betrieb aufnehmen. Doch die Unsicherheit ist groß. «Wir begrüßen, dass zumindest Teile der Gastronomie wieder öffnen dürfen», heißt es beim baden-württembergischen Ableger des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. «Allerdings werden die Auflagen dazu führen, dass die Betriebe keine normalen Umsätze erwirtschaften können - das ergibt sich allein schon aus den Abstandsregelungen.»

Nicht zuletzt bei den Corona-Sicherheitsbestimmungen herrscht nach wie vor Unsicherheit. Was, wenn Kunden für eine Gruppe von sechs Gästen reservieren möchten? Darf man die Gruppe an einen Tisch setzen? Und was, wenn die Gäste dem Wirt die Tür einrennen - braucht er dann einen Türsteher? Ganz zu schweigen davon, dass die Wirte nicht wissen, mit welchen Mengen an Lebensmitteln sie ihre Gastronomie ausstatten sollen.

Darüber hinaus gebe es viele Betriebe, die nach wie vor keine Öffnungsperspektiven haben, heißt es beim Dehoga. «Bars, Schankwirtschaften, Diskotheken - von einem Ende der Krise und von wirtschaftlicher Normalität ist das Gastgewerbe trotz der ab 18. Mai geltenden Lockerungen noch sehr weit entfernt.» Die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe sei weiterhin bedrohlich, betont der Verband und fordert dringend die staatliche Unterstützung der Branche.

(dpa/lsw)

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