Das Unimog-Museum in Gaggenau öffnet am Sonntag, 17. Mai, dem Internationalen Museumstag, nach zwei Monaten Schließung wieder seine Pforten – und das mit einer neuen Sonderausstellung, in der sich alles um den »Unimog im Gebirge« dreht. Darüber informiert das Museum in einer Pressemitteilung.
Seine außerordentliche Steigfähigkeit prädestinierte den Unimog von Beginn an für den Einsatz in steilem Gelände. Ob das Mähen von Bergwiesen, das Setzen von Strom-, Telefon- oder Seilbahnpfosten, die Forstarbeit im Bergwald oder der Transport von Material, Gütern und Menschen in die Höhe – für all das eignete sich das Gefährt – und tut es bis heute, heißt es in der Mitteilung.
Die Ausstellung präsentiert einen der rund 600 »Dieseli«, wie die Schweizer Unimog liebevoll genannt wurden, und dazu zahlreiche andere Fahrzeuge mit spezieller Gebirgsausrüstung und/oder besonderen Aufgaben im Gebirge. Darunter sind ein U 416 mit Busaufbau, der Skitouristen im Zugspitzgebiet in die Höhe beförderte, einer der vielen Unimog, deren Schneetransporte die Olympischen Winterspiele in Innsbruck 1964 ermöglichten, Unimog mit Kranausrüstung zum Setzen von Masten und viele mehr. Bislang unbekannte oder selten gezeigte Fotos, Filme und Exponate ergänzen die Fahrzeugschau. Höhepunkt der Ausstellung ist einer der beiden Unimog U 5023, mit denen es im Dezember 2019 gelang, einen neuen Höhenweltrekord für Radfahrzeuge aufzustellen: 6694 Meter auf dem Ojos del Salado in Chile.
Der Besuch des Museums ist ab Sonntag wie gewohnt von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr möglich. Die Wiedereröffnung erfolgt gemäß den behördlich vorgegebenen Hygieneregeln. Die Besucheranzahl ist auf 40 Personen gleichzeitig begrenzt. Mitfahrten auf dem Außenparcours sind möglich. Führungen für Gruppen werden noch nicht angeboten. Es besteht Mund-Nasen-Masken-Tragepflicht. Außerdem werden die Besucher registriert.