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20200512152550

Viele Händler im Südwesten befürchten Aus ihres Geschäfts

13:09
12.05.2020
Viele Händler im Südwesten fürchten wegen der Corona-Krise um ihr Geschäft. In einer Umfrage des Handelsverbandes unter 700 Händlern, die am Dienstag veröffentlicht wurde, stuften knapp 22 Prozent der Befragten die Gefahr einer Geschäftsaufgabe aktuell als groß oder sehr groß ein. Weitere 26 Prozent bezeichneten sie als mäßig wahrscheinlich. Dass Kunden ausblieben, führten viele Händler auf die Maskenpflicht zurück, heißt es in der Umfrage. Ein großer Teil bewerte die Einnahmen in der dritten Woche nach Wiedereröffnung als «extrem schlecht». Die Mehrheit der Händler erwirtschafte durchschnittlich nur 20 bis 40 Prozent des Umsatzes des Vorjahreszeitraums, ein Viertel erziele weniger als 20 Prozent.

Der Handelsverband fordert ein Konsumprogramm, einen Entschädigungsfonds, Grenzöffnungen, Bürokratieabbau sowie Steuererleichterungen. Am Dienstag besuchte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann zusammen mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) zwei Stuttgarter Kaufhäuser.

(dpa/lsw)

Bundesagrarministerin ermahnt Fleischbranche: Regeln müssen eingehalten werden

13:07
12.05.2020
Nach den Corona-Fällen in mehreren Fleischfabriken hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner die Branche und die Kontrollbehörden zu einem verantwortungsvollen Handeln aufgefordert. «Es gibt Regeln, die müssen unbedingt eingehalten, und die Einhaltung von den zuständigen Behörden kontrolliert werden», erklärte die CDU-Politikerin nach einer Telefonkonferenz mit den Verbänden der Fleischwirtschaft am Dienstag in Berlin. «Schwarze Schafe schaden dem Ansehen der gesamten Branche», warnte sie.

In den vergangenen Tagen waren in mehreren Betrieben in Deutschland Corona-Infektionen bekannt geworden. Allein in einer Fleischfabrik im westfälischen Coesfeld wurden bis Dienstagmittag 260 der rund 1200 Arbeiter positiv getestet. Da noch nicht alle Ergebnisse vorlagen, könnten die Zahlen noch steigen. In einer Fleischfabrik in der Nähe von Pforzheim in Baden-Württemberg wurde das Virus bereits bei etwa 400 der rund 1100 Mitarbeiter nachgewiesen.

«Ich erwarte von allen Beteiligten, dass sie sich ihrer Verantwortung gerade auch in der Krise bewusst sind», sagte Klöckner in Berlin. «Denn um die Versorgung sicherzustellen, müssen wir den Betrieb unserer systemrelevanten Ernährungswirtschaft aufrechterhalten. Das darf aber nicht zu Lasten der Mitarbeiter gehen.» Die Branche müsse Konzepte entwickeln, wie der Betrieb unter den strengen Auflagen des Arbeits- und des Gesundheitsschutzes weiter gehen könne – dieser habe oberste Priorität. Tierschutz und Versorgungssicherheit müssten gewährleistet bleiben.

(dpa)

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