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Appell von Landrätin: Auf Risikosportarten im Schwarzwald verzichten

11:49
02.04.2020
Freiburg - Behörden im Schwarzwald rufen wegen der Corona-Krise trotz des frühlingshaften Wetters zur Zurückhaltung bei Freizeitaktivitäten auf. Die Region sei ein beliebter Ort für Ausflüge und andere Unternehmungen im Freien, sagte die Landrätin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald, Dorothea Störr-Ritter (CDU), am Donnerstag in Freiburg. Nächste Woche, mit Beginn der Osterferien, werde mit einer entsprechenden Zunahme gerechnet. Dieses Jahr sei erhöhte Vorsicht geboten. Aktivitäten, die mit einem hohen Unfallrisiko verbunden sind, sollten vermieden werden. Störr-Ritter ist Aufsichtsratsvorsitzende der Schwarzwald-Tourismus-Gesellschaft.

Rettungsdienste und Krankenhäuser seien durch das Coronavirus ausgelastet, sagte die Politikerin. Sie müssten sich darauf konzentrieren können. Das Risiko von Freizeitunfällen sollte daher vermieden werden. Dies gelte für Risikosportarten ebenso wie beispielsweise für Motorradfahrer. Jeder könne helfen, Rettungsdienste und das Gesundheitswesen zu entlasten.

Landesweit gelten wegen des Coronavirus Kontakt-, Betretungs- und Ausgangsverbote. Aktivitäten im Freien alleine, zu zweit oder mit der Familie sind nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart aber weiterhin erlaubt. Es müsse dabei jedoch ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zueinander eingehalten werden.

(dpa/lsw)

Kinoverband fordert millionenschweres Hilfsprogramm

11:43
02.04.2020
Die Kinos in Deutschland stehen nach Einschätzung eines Branchenverbands vor massiven finanziellen Schwierigkeiten. Die Filmtheater sind bundesweit geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. «Jedes Ticket, das jetzt nicht verkauft werden kann, ist für immer verloren», warnte der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF Kino) am Donnerstag in Berlin.

Wenn die Filmtheater am Ende drei Monate geschlossen bleiben müssten, würden nach HDF-Schätzungen Kosten von rund 186 Millionen Euro auflaufen. Rund 40 Millionen Besucher weniger seien dann in diesem Jahr zu erwarten. Viele Betriebe stünden schon jetzt am Rande ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit, heißt es in dem Papier.

Auch wenn Kinos wieder öffnen dürften, sei noch mit Einbußen zu rechnen. Der HDF erwartet, dass die Kinosäle anfangs noch nicht wieder voll besetzt werden dürfen. Außerdem bräuchten Verleiher einen gewissen Vorlauf, und viele Filmstarts sind um Monate verschoben. Dazu gehören Blockbuster wie der neue «James Bond»-Film.

«Ein massives Kinosterben ist je nach Dauer des Ausnahmezustandes sehr wahrscheinlich und würde fatale kulturelle und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen», schreibt der HDF. Der Verband forderte die Bundesregierung auf, einen Stabilisierungsfonds einzurichten, der Zuschüsse für ausgefallene Ticketeinnahmen vorsieht. Außerdem müsse es möglich sein, auch für Minijobber und studentische Aushilfen das Kurzarbeitergeld oder andere Entschädigungen zu beantragen.

(dpa)

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