Letztes Update:
20200430184122

Keine Maskenkontrollen im ÖPNV - Verkehrsträger setzen auf Vernunft

12:35
16.04.2020
In Bussen und Bahnen dürfte es nach den beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise bald wieder voller werden - was die Sicherheit angeht, setzen die Verkehrsträger dabei vor allem auf die Vernunft der Menschen. «Wir bitten die Kundinnen und Kunden zum Beispiel vielerorts, sich in den Fahrzeugen zu verteilen, nicht kurz vor knapp zur Haltestelle zu kommen und mehr Zeit einzuplanen», teilte Oliver Wolff, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Deutschen Presse-Agentur mit. «Bei den Bahnen gilt weiter: Es müssen nicht alle in den ersten oder letzten Wagen einsteigen.»

Die Behörden forderte der Verband dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um «die Fahrgastnachfrage in den Spitzenzeiten besser zu verteilen». Hilfreich seien etwa gestaffelte Anfangs- und Endzeiten des Schulunterrichts. «Wir wollen in den Fahrzeugen wünschenswerte Abstände der Fahrgäste untereinander ermöglichen - allerdings kann es zuweilen und für eine begrenzte Zeit zu Unterschreitungen kommen», hieß es.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf eine Lockerung der Corona-Beschränkungen in einigen Lebensbereichen geeinigt. So sollen etwa Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern von Montag an wieder öffnen dürfen. Auch der Friseurbesuch soll vom 4. Mai an wieder möglich sein. Für diesen Tag ist auch eine schrittweise Öffnung der Schulen vorgesehen.

Angesichts des dann zu erwartenden steigenden Verkehrs wird das Tragen von Masken dringend empfohlen - auch im Öffentlichen Personennahverkehr. Kontrollen diesbezüglich werde es aber keine geben, betonte der VDV. Nicht auszuschließen sei, dass einzelne Verkehrsbetriebe etwa den Zugang zu Bahnsteigen auf eine bestimmte Anzahl von Menschen begrenzen, um Ansammlungen zu vermeiden.

(dpa)

DHL: Paketmenge auf Vorweihnachtsniveau

12:33
16.04.2020
Der Paket-Dienstleister DHL hat einzelne Sonder-Abholfahrten bei Onlinehändlern angesichts der hohen Auslastung storniert. «Wir mussten aus dem Kaltstart auf Vorweihnachtsniveau hochfahren», sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Daher habe man an einige Händler appelliert, Verständnis dafür zu haben, wenn einige, wegen hoher Nachfrage zusätzlich georderte Abholfahrten ausfallen müssten.

Zuletzt hatten die Dienstleister von steigenden Paketmengen berichtet, da angesichts der geschlossenen Geschäfte viele Einkäufe über den Onlinehandel getätigt werden. DHL verzeichnet mittlerweile acht Millionen Sendungen pro Tag - das liegt weit über dem Jahresdurchschnitt von rund 5,2 Sendungen pro Tag. Man arbeite mit Hochdruck daran, der Nachfrage nachzukommen.

Der Bundesverband Onlinehandel hatte zuvor beklagt, dass DHL diesen Schritt ohne Vorwarnung vollzogen habe. «Hätten die Paketdienstleister rechtzeitig auf den Engpass hingewiesen, hätten die Händler den Verkauf drosseln können. Jetzt stehen die gepackten Pakete beim Händler und werden nicht ausgeliefert», beklagte Verbandspräsident Oliver Prothmann laut einer Mitteilung.

(dpa)

Christoph Schmidt/dpa
Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen