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Schwarzwald-Baar-Kreis meldet „Toilettenpapierkrise“ in der Abwasserreinigung

08:01
16.04.2020
Toilettenpapier war aufgrund der aktuellen Lage plötzlich sehr gefragt. Durch den gestiegenen privaten Verbrauch und so manche „Hamsterkäufe“ kam es zu Versorgungsengpässen. In ihrer Not griffen manche Verbraucher auf Alternativen zum Toilettenpapier wie beispielsweise Feuchttücher, Taschentücher oder Küchenpapier zurück. Das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, Feuchttücher, Desinfektionstücher und Zeitungspapier nicht in die Toilette zu entsorgen. Diese Stoffe lösen sich im Abwasser nur schwer auf. Dadurch kommt es zu Verstopfungen von Pumpen und Kanälen, die zum größten Teil von Hand entfernt werden müssen. Eine Bilder- oder Videosuche im Internet zu den Stichwörtern „Feuchttücher“ und „Pumpe“ liefert sehr anschauliche Beispiele für diese Problematik. Im schlimmsten Fall kann das Abwasser aufgrund von Verstopfungen nicht zur Kläranlage gepumpt werden, sondern gelangt ungeklärt in unsere Gewässer. „Wenn diese Verstopfungen vermieden werden können, werden nicht nur die Gewässer geschützt, sondern auch das Personal, das diese unhygienischen Arbeiten nicht durchführen muss. Als Zahler von Abwassergebühren hilft man so außerdem, die Gesamtkosten für die Abwasserentsorgung im Zaum zu halten“, erklärt Maria Friderich, Leiterin des Amtes für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz.

Die Lösung für dieses Problem ist einfach: Falls ein Toilettenpapierersatz verwendet werden muss, ist dieser über den Restmüll zu entsorgen. Dies ist in manchen Ländern sogar für normales Toilettenpapier üblich.

(pm)

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