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Merkel: Dosierte Öffnung des Publikumsverkehrs in Innenstädten

17:05
15.04.2020
Bund und Länder wollen die Öffnung von kleineren Geschäften wieder ermöglichen - eine Ballung in Innenstädten soll aber vermieden werden. Das machten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach Beratungen von Bund und Ländern deutlich.

Unter Auflagen sollen Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche wieder öffnen dürfen. Unabhängig von der Verkaufsfläche gilt dies für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Die Geschäfte sollen den Zutritt steuern.

Merkel sagte, es solle nicht der gesamte Publikumsverkehr in den Städten möglich gemacht werden, sondern dies solle dosiert passieren. Riesige Schlangen auf den Straßen sollten verhindert werden. Beim Einlaufen im Einzelhandel wird laut Beschluss dringend empfohlen, eine Alltagsmaske zu tragen.

Söder sagte, es solle eine Ballung in Innenstädten vermieden werden. Er persönlich halte eine Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern zu viel. Mit Blick auf eine Kabinettssitzung an diesem Donnerstag kündigte er an: «Wir überprüfen das.» Länder, die eine stärkere Herausforderung hätten, müssten noch vorsichtiger agieren.

(dpa)

Kretschmann warnt vor zweiter Infektionswelle

16:58
15.04.2020
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die nur langsame Rückkehr in die Normalität wegen der Corona-Krise gerechtfertigt. Wenn man alles schon jetzt wieder gleichzeitig öffnen würde, wären der «Sog in die Innenstädte und Shopping-Center zu groß» und das Risiko einer erneuten Infektionswelle zu hoch, sagte Kretschmann nach Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am Mittwoch. «Wir fahren auf Sicht, weil es solch eine Pandemie ja noch nie gab.»

Kretschmann warnte vor einer zweiten Infektionswelle. Nur mit einem schrittweisen Vorgehen habe der Staat die Möglichkeit, den Verlauf der Pandemie zu steuern und gegebenenfalls das Vorgehen zu korrigieren. Deshalb werde man sich langsam vortasten und das Handeln immer wieder aufs Neue überprüfen.

(dpa/lsw)

Zahl der Infizierten im Land steigt auf 26.050

16:48
15.04.2020
Davon 12.834 Personen genesen. 820 Todesfälle in Baden-Württemberg .

Am Mittwoch (15. April) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 761 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16.00 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 26.050 an. Davon sind ungefähr 12.834 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Verdopplungszahl beträgt momentan 34 Tage. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen in einer Epidemie verdoppeln.

Das LGA veröffentlicht den Schätzwert der SARS-CoV-2-Genesenen in Baden-Württemberg auf Grundlage eines durch das Robert Koch-Institut in Berlin angepassten neuen Algorithmus. Hierbei werden ab sofort Fälle ohne Angabe des Erkrankungsbeginns anhand des Meldedatums ebenfalls berücksichtigt. Diese Methodik soll zu einer deutlich besseren Abschätzung der tatsächlich Genesenen in Baden-Württemberg führen.

Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 102 Jahren. Unter den nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) übermittelten COVID-19-Fällen war für 1.213 Personen angegeben, dass sie in medizinischen Einrichtungen gemäß § 23 Abs. 3 IfSG tätig sind. Zu den Einrichtungen zählen z. B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Dialyseeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Biberach, Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Esslingen, Freudenstadt, Heilbronn, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Ludwigsburg, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Rhein-Neckar-Kreis, Schwäbisch Hall, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Tübingen, Tuttlingen, Waldshut und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Mannheim, Stuttgart und Ulm insgesamt 64 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 820 an. Unter den Verstorbenen waren 510 Männer und 308 Frauen, zwei Todesfälle ohne Angabe zum Geschlecht. Das Alter lag zwischen 36 und 102 Jahren. 62 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Aufgeführt sind die Todesfälle, die mit und an SARS-CoV-2 verstorben sind. Mit SARS-CoV-2 verstorben bedeutet, dass die Person aufgrund anderer Ursachen verstorben ist, aber auch ein positiver Befund auf SARS-CoV-2 vorlag. An SARS-CoV-2 verstorben bedeutet, dass die Person aufgrund der gemeldeten Krankheit verstorben ist.

(pm)

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