Letztes Update:
20200430184122

Zahl der Corona-Infizierten in Landeserstaufnahme Ellwangen steigt

12:47
12.04.2020
Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Bewohner in der Landeserstaufnahme in Ellwangen ist auf 244 gestiegen. Die Erkrankten seien innerhalb der Einrichtung in einem separaten Quarantäne-Bereich häuslich isoliert, teilte das Landratsamt Ostalbkreis am späten Samstagabend mit. Das Gesundheitsamt des Kreises wird in der kommenden Woche alle negativ getesteten Bewohner und Beschäftigten erneut auf das Coronavirus testen, um so festzustellen, welche Personen sich in den vergangenen Tagen zusätzlich infiziert haben. In der Einrichtung leben nach Auskunft des Landratsamtes 567 Menschen.

Nach mehreren Infektionen mit dem Coronavirus hatten die Behörden am 5. April eine Kontakt- und Ausgangssperre für die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen erlassen. Die Einhaltung der Ausgangs- und Kontaktsperre wird von der Polizei überwacht. Inzwischen ist die Polizei rund um die Uhr mit jeweils zwölf Mann pro Schicht vor Ort, um die Einhaltung der Sperre zu überwachen. «Aufgrund der sehr hohen Zahl an infizierten Personen in der LEA wird die Ausgangs- und Kontaktsperre noch bis mindestens 19. April 2020 bestehen bleiben», betonte Landrat Klaus Pavel.

(dpa/lsw)

Aktuelle Corona-Zahlen im Schwarzwald-Baar-Kreis

10:49
12.04.2020
Das Gesundheitsamt teilt die aktuellen Zahlen zur Verbreitung des Coronavirus im Schwarzwald-Baar-Kreis mit.

Am Ostersonntag, 12. April wurden 154 Fälle gemeldet, die bereits wieder gesund sind. Insgesamt liegt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle bei 371, die genesenen Fälle sowie vier Todesfälle sind hierin enthalten.

In der von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) betriebenen Fieberambu-lanz an der Tennishalle in VS-Schwenningen wurden am Karsamstag, 11. April, 18 Patienten behandelt, von 17 Personen wurde ein Abstrich genommenund ein Patient wurde an das Schwarzwald-Baar Klinikum überwiesen

Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

Freiburger Erzbischof Burger: Keines der Opfer ist vergessen

09:50
12.04.2020
Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch die Osterpredigt von Freiburgs Erzbischof Stephan Burger bestimmt. Burger sagte am Sonntag im Freiburger Münster laut einem vorab verbreitetem Text: «Gerade angesichts der unzähligen Särge, deutschland-, europa- ja weltweit, die uns derzeit medial immer wieder vor Augen geführt werden, gerade angesichts dessen, dass sich dahinter immer ein einmaliges, menschliches Schicksal verbringt, das vor dem Corona-Virus nicht gerettet werden konnte, dürfen wir als Christenmenschen darauf vertrauen, dass keines der Opfer bei Gott vergessen ist.»

In seiner per Mitteilung verbreiteten Predigt in der Osternacht würdigte Burger die Menschen, die sich gegenwärtig mit Momenten der Hoffnungslosigkeit, der Angst, der Verzweiflung konfrontiert sehen. «Was ist das für ein Leben, wenn ich die eigene Familie, Verwandte und Freunde nicht sehen kann? Worauf kann ich mich noch freuen, wenn dieser Zustand noch Monate weitergehen wird?». Viele Menschen fürchteten finanzielle Probleme. Burger sprach ihnen Mut zu und erinnerte an die Worte des italienischen Soziologen Franco Ferrarotti: «Ich glaube, wenn die Krise vorbei ist, wird es in ganz Europa eine unglaubliche Explosion an Lebensfreude geben.»

Wegen des Coronavirus war Publikum in den Kirchen nicht zugelassen. Der nächtliche Gottesdienst und die Osterpredigt am Sonntag im Münster in Freiburg mit Erzbischof Stephan Burger wurden im Internet übertragen, um Gläubigen das Zuschauen zu ermöglichen. 

(dpa/lsw)

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