Letztes Update:
20200430184122

778 bestätigte Covid-19-Fälle im Ortenaukreis

13:46
10.04.2020
Die Fallzahl der bestätigten Corona-Infizierten im Ortenaukreis erhöht sich um weitere 26 Personen auf nun 778 (Stand: Karfreitag, 14 Uhr).

Die vom Landesgesundheitsamt bestätigten neuen Covid-19-Fälle stammen aus 13 Städten und Gemeinden des Ortenaukreises.
Bei keiner der Personen ist etwas über einen Aufenthalt in einem Risikogebiet bekannt.

Eine genaue Darstellung der Fallzahlen (Altersgruppe, Geschlecht und Wohnort) gibt es auf der Sonderseite des Ortenaukreises im Internet unter www.ortenaukreis.de/corona_fallzahlen

(sb)

Klinik Stuttgart: Nicht zu spät medizinische Hilfe suchen

12:34
10.04.2020
Die Ärzte des Stuttgarter Klinikums sind derzeit besorgt, weil erwachsene Patienten mit Blinddarmentzündung oder Eltern von Kindern mit Magen-Darm-Infekten zu spät medizinische Hilfe suchen. Das Klinikum appellierte in einer Mitteilung vom Karfreitag, sich auch in der Corona-Krise bei Notfällen rechtzeitig zu melden. Eine schnelle und kompetente Versorgung sei beispielsweise gerade bei Symptomen eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts entscheidend.

Das gelte auch für Kinder des Olgahospitals. «Die Kinderärzte sehen dort zunehmend ernsthafte Erkrankungen, die bereits fortgeschritten sind. So hat die Zahl der Blinddarmentzündungen zugenommen, die bereits zum Blinddarmdurchbruch geführt hat», hieß es in der Pressemitteilung. Auch Kinder mit Stoffwechselstörungen oder Säuglinge mit Magen-Darm-Infekten kämen später und in kritischerem Zustand.

Auch sehe man in der Kinderonkologie des Olgahospitals den deutlichen Rückgang neu diagnostizierter Tumorerkrankungen mit Sorge. «Hier spiegelt sich kein plötzlicher Rückgang der Erkrankungen, sondern leider eine Verzögerung bis zur Diagnose wider», teilte ein Sprecher des Klinikums mit.

Die Zahl der Patienten in den Notfallambulanzen sei seit Beginn der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Möglicherweise haben Patienten Sorge, sich im Krankenhaus mit Sars-CoV-2 zu infizieren oder wollen das Gesundheitssystem und Ärzte in der Krise nicht beanspruchen. Diese Entwicklung wird in vielen Krankenhäusern der Region beobachtet. «Für Notfall-Patienten können die Folgen einer unterbliebenen oder verspäteten Behandlung gefährlicher werden als das Infektionsrisiko in den Kliniken, die hohe Schutzstandards etabliert haben», erklärte Prof. Dr. med. Jan Steffen Jürgensen, Medizinischer Vorstand am Klinikum Stuttgart.

(dpa/lsw)

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