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Karlsruher SC trainiert wieder im Wildpark

10:10
09.04.2020
Der Karlsruher SC hat am Donnerstag unter strengen Auflagen das Training im Wildpark wieder aufgenommen. Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner trainierte in Kleingruppen auf verschiedenen Plätzen. Jeweils vier Spieler des Fußball-Zweitligisten absolvierten bei strahlendem Sonnenschein drei Stationen beim Athletik-, Co- und Chefcoach. Auf jeder Station verbrachten sie ungefähr eine halbe Stunde. «Außerdem sind wir angehalten, so wie wir angezogen sind, auch wieder nach Hause zu fahren. Wir duschen auch zuhause», berichtete Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek.

Auch der Mindestabstand zueinander wurde nach Angaben des 26-Jährigen gewahrt. «Wir stehen unter besonderer Beobachtung. Da müssen wir natürlich darauf achten, dass wir uns nicht um den Hals fallen», sagte er. Zudem reisten die Trainingsgruppen getrennt und unabhängig voneinander an. Wanitzek äußerte die Hoffnung, trotz der Coronavirus-Pandemie in spätestens zwei Wochen wieder das normale Mannschaftstraining aufnehmen zu können.

(dpa/lsw)

Hinweise auf Übertragung von Coronavirus im Mutterleib

09:59
09.04.2020
Eine Übertragung des Coronavirus auf Babys im Mutterleib ist Hinweisen aus China zufolge denkbar. Das schreiben chinesische Wissenschaftler um Zhi-Jiang Zhang von der Universität Wuhan im «European Respiratory Journal». Sie hatten unter allen rund 81 000 Infektionen, die bis Mitte März in China gemeldet wurden, vier infizierte Neugeborene ausfindig gemacht.

In allen vier Fällen traten bei den Babys nur leichte Symptome auf, bei denen keine Intensivpflege oder künstliche Beatmung erforderlich war. Die Mütter waren ebenfalls infiziert, drei davon zeigten unmittelbar vor der Geburt Symptome von Covid-19.

Alle Kinder kamen per Kaiserschnitt zur Welt, sie konnten sich also nicht während einer Vaginalgeburt bei der Mutter angesteckt haben. Drei der Babys wurden direkt nach der Geburt von ihren infizierten Müttern getrennt und auch nicht gestillt, sondern isoliert. Zudem waren die Zeitspannen zwischen Geburt und Infektionsnachweis sehr kurz. Die Forscher schreiben: «Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass das Virus in der Gebärmutter übertragen werden kann.» Allerdings könnten andere Übertragungswege auch nicht ganz ausgeschlossen werden.

Nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte waren bislang keine Hinweise bekannt, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann.

(dpa)

CureVac plant im Frühsommer Test mit Impfstoff

09:58
09.04.2020
Das Pharmaunternehmen CureVac arbeitet weiter mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. «Wir sind voll im Plan mit unserem Impfstoffprojekt», sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag in Tübingen. Es werde seit Januar an einem Impfstoff geforscht. Im Frühsommer solle eine klinische Studie beginnen. «Im Juni, spätestens im Juli wollen wir mit rund 100 Personen starten.» Erste Ergebnisse werden nach Angaben des Sprechers dann ein paar Wochen später erwartet. Sollten diese positiv sein, soll die nächste klinische Studie mit ein paar Tausend Versuchsteilnehmern erfolgen.

Die Europäische Union will die Firma bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen. Der SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Mehrheitseigner des Tübinger Pharmaunternehmens. Es wurde im Jahr 2000 aus der Universität Tübingen heraus gegründet und beschäftigt 460 Mitarbeiter, die meisten davon in Tübingen. Forschungsinstitute rund um den Globus und auch mehrere Unternehmen suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus.

(dpa/lsw)

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