Letztes Update:
20200430184122

Hacker nehmen Krankenhäuser und Medizin-Firmen ins Visier

09:38
09.04.2020
Deutsche Krankenhäuser und Unternehmen der Pharmaindustrie werden in der Corona-Krise verstärkt Ziel von Hacker-Angriffen. Wie das «Handelsblatt» am Donnerstag berichtete, beobachtet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seit einigen Tagen eine Zunahme von Cyberangriffen mit Bezug auf das Coronavirus.

Ende März berichtete die Behörde von Angriffen der chinesischen Hackergruppe APT41, die es seit Ausbruch der Corona-Pandemie vermehrt auf ausländische Ziele abgesehen habe, darunter auch Gesundheitseinrichtungen. Diese würde Schwachstellen in Software von Herstellern wie Citrix, Cisco und Zoho ausnutzen. «APT41 wird eine Verbindung zur chinesischen Regierung unterstellt, so dass Informationsdiebstahl das wahrscheinlichste Tatmotiv ist», heißt es in dem internen BSI-Lagebericht, der dem Handelsblatt vorliegt.

Viele Einrichtungen sind in der derzeitigen Ausnahmesituation besonders verwundbar, da teilweise mit Privatrechnern ausgestattete Homeoffice-Arbeitsplätze genutzt werden. Die Behörden haben Institutionen und Unternehmen im Bereich Medizin und Pharma bereits auf entsprechende Risiken hingewiesen.

Um bei der von der Bundesregierung geplanten Stopp-Corona-App Missbrauch und Manipulation zu verhindern, soll hier nach dem Prinzip der zweifachen Authentifizierung verfahren werden. Wie Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes PEPP-PT, das die Grundlage für die App bildet, erklärte, müsste die Benachrichtigung über einen bereits erfolgten Kontakt mit einem positiv auf das Virus getesteten Smartphone-Nutzer sowohl von dem Infizierten als auch von den Gesundheitsbehörden bestätigt werden. Die Warnung würde dann erst anonym über die App verschickt.

(dpa)

Große Mehrheit zufrieden mit Krisenmanagement der Regierung

09:37
09.04.2020
Die Menschen in Deutschland sind weit überwiegend zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus. Eine große Mehrheit bescheinigt sowohl Kanzlerin Angela Merkel (80 Prozent) als auch ihrer Regierung (88 Prozent) gute Arbeit, wie das am Donnerstag veröffentlichte ZDF-Politbarometer zeigt.

(dpa)

Webseite soll gegen Gewalt gegen Kinder in der Corona-Krise helfen

09:37
09.04.2020
Webseite soll gegen Gewalt gegen Kinder in der Corona-Krise helfen
Eine neue Webseite des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung soll von Gewalt bedrohten Kindern in der Corona-Krise schnellere Hilfe bieten und die Bürger zu mehr Wachsamkeit bewegen. Auf www.kein-kind-alleine-lassen.de könnten sich Kinder und Jugendliche, die von familiärer oder sexueller Gewalt bedroht sind, Direkthilfe etwa per Chat holen, teilte der Missbrauchsbeauftragte, Johannes-Wilhelm Rörig, am Donnerstag mit. Dort fänden sie zudem eine anonyme Telefon-Hotline (0800-2255530) und die Kontaktdaten von Beratungsstellen. Die Aktion sei ein dringender «Appell an die Bevölkerung, in der aktuellen dramatischen Situation Kinder nicht aus den Augen zu verlieren», so Rörig.

Zudem solle die Initiative Erwachsene zu Wachsamkeit bewegen. Auf der Seite stünden Flyer und Material zum Teilen in Sozialen Netzwerken bereit sowie Tipps, wie man sich bei einem Verdacht auf sexuelle und andere familiäre Gewalt im Umfeld verhalten sollte, hieß es weiter. «Schon das Aufhängen eines Flyers im Hausflur kann helfen, die Nachbarschaft daran zu erinnern, sich um Kinder und Jugendliche aus dem eigenen Umfeld zu kümmern und aufeinander aufzupassen», erklärte Rörig.

Die wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontaktsperren und die Isolation könnten zu mehr Gewalt gegen Kinder führen, wie Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) gewarnt hatte.

(dpa)

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