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1000 Studenten helfen in der Corona-Krise

13:19
07.04.2020
Rund 1000 Studenten in Baden-Württemberg sind einem Aufruf des Wissenschaftsministeriums gefolgt und helfen während der Corona-Krise in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern oder Laboren. Mehr als 5000 hätten sich bislang gemeldet, ein Fünftel davon sei bereits im Einsatz, teilte das Ministerium am Dienstag in Stuttgart mit.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) hatte am 18. März Studenten dazu aufgerufen, sich bei den medizinischen Fakultäten in Ulm, Mannheim, Tübingen, Heidelberg oder Freiburg zu melden. «Ich bin beeindruckt von diesem herausragenden Engagement», sagte sie nun. «Wenn uns diese Krise eines zeigt, dann ist es, dass Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten unser Land auszeichnet und dass die jungen Menschen ihre Verantwortung wahrnehmen.» In Ulm meldeten sich 690 Studenten, in Mannheim 590, in Tübingen 1200, in Heidelberg 1140 und in Freiburg 1408.

Viele Helfer studieren Medizin, es sind aber auch andere Fächer vertreten. Sie arbeiten in der medizinischen Versorgung, helfen Pflegern in der Patientenaufnahme oder in der Notaufnahme oder kümmern sich um die Kinderbetreuung. Sie arbeiten bei Telefon-Hotlines der Gesundheitsämter oder bei Boten- und Pfortendiensten in Laboren.

«Medizinstudierende denken nicht, dass sie examinierte Pflegekräfte ersetzen können», betonte Heiner Averbeck von der Fachschaft Medizin in Mannheim. «Wir sind für ärztliche und pflegerische Unterstützung da.» Die Studenten hätten alle Arbeitsverträge, in der Regel seien sie als studentische Hilfskräfte angestellt. Ihr Engagement solle nicht ehrenamtlich ausgenutzt werden. 

(dpa/lsw)

Lange Wartezeiten vor Recyclinghöfen im Kreis Calw

13:11
07.04.2020
Wegen des Coronavirus sind seit Mitte März sechs Recyclinghöfe im Kreis Calw geschlossen. Die Anlagen in Simmozheim und Walddorf sind noch offen, allerdings kommt es dort zu langen Wartezeiten.

Die Fahrzeuge der Müllabfuhr werden dabei bevorzugt abgefertigt, damit die im Abfallkalender genannten Sammeltermine eingehalten werden können, teilt das Landratsamt Calw mit. Die AWG Abfallwirtschaft Landkreis Calw (AWG) bitte dringend darum, nur noch wirklich notwendige Anlieferungen an die beiden noch geöffneten Anlagen vorzunehmen.

"Wir bekommen immer wieder die Mitteilung von Mitarbeitern, dass Kunden zur Entsorgung von Altglas oder anderen Kleinigkeiten auf die Anlagen kommen", bemerkt Hasan Uslu, Bereichsleiter Betrieb und zuständig für die Anlagen. Solche Anlieferungen könnten sicher verschoben werden.

(sb)

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